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WALDJUGEND. Die DWJ hat einen herausragenden Jahreskalender 2021 zugeschickt mit tollen Fahrten- und Naturfotos.

ÖSTERREICHER WANDERVOGEL. Das neue Bundesheft ist erschienen.

WALTHER-HENSEL-GESELLSCHAFT Der 2. große Singemeister des Wandervogels (neben Rober Götz) war besonders Verbreiter der Lieder deutscher Sprache, die in den Randgebieten und ausßerhalb Deutschlands entstanden sind. Seit vielen Jahren  leitet Hebbe – Herbert Preisenhammer – die WHG mit Chor, Liederwochern, Lieberheftausgaben, Zeitschrift, buchverkauf und auch das große jugendbewegte Stuttgarter Advents-Singen der AG Sing-Tanz- und Spielkrreise in Baden-Württemberg. Ein besonder interessanter Artikel in Nr. 65 – Dez. 2020 ist aus dem Buch Walther Hensels „Auf den Spuren des Volksliedes“ ist das abgedruckte Kapitel 16 „Typen des Volklsliedes“ und außerdem mehrere Lieder und Artikel zu Walther von der Vogelweide. und zu Neidhart von Reuental. 

drj deutsche reformjugend  „Kleider machen Leute“ Heft 303 1-2020  U.a. ein Vergleich zwischen der New Yoorker Freiheitsstatue und dem Hermannsdenkmal. Ist das zur Hälfte ein Konpie?

IMPULS KRITIK PERSÖNLICHKEIT GESELLSCHAFT – NICHT VERUNSICHERN LASSEN – Lebensstil, Zukunftperspektiven

IMPULS persönlicher (wahrhaftiger) Kritikfähigkeit – (Lebenslanger Weg zur Persönlichkeit)

Im Grund geht es darum, dass Gemeinwohl (früher „das Wohl des Volkes“) zu fördern und nicht Misstrauen und Zwietracht zu säen.

Es kann jedoch jeder wählen oder entscheiden, auch diejenigen, die einfach andere Meinungen übernehmen. Und die, die nicht in der Lage dazu sind, selbst zu entscheiden. Viele haben nicht Zeit, Kraft, Geduld, Ausdauer, Interesse, Mut, sich die dazu nötige Bildung anzueignen

Zum selbst Entscheiden gehört ein nicht messbares Maß an Entscheidungsfähigkeit, Bildung und vielschichtiger Information.

Uns geht es darum, Impulse zu vermitteln, sich diese Bildung und Entscheidungsfähigkeit selbst zu erwerben und Gespräche in diesem Sinne anzuregen. Wir nutzen dafür unsere Webseite und unsere Teestubengespräche.

Deshalb sind bei uns sind bei unseren Teestubengespräche, Gesprächsfreude Frustrationstoleranz wichtig. Wir fangen nicht mit unterschiedlichen Meinungen an, die schwarz-weiß aufeinanderprallen.

Zum Erkennen der Gegensätze, der persönlichen Meinungsbildung, dem Durchleuchten öffentlicher Trends, Parteipositionen, Weltpolitik ist es nötig den Konflikten und den Gründen von Konflikterzeugern auf den Grund zu gehen.

Zumeist sind es sogenannte nationale Interessen, materielle Vorteile, Machtfragen, Ideologien und Zukunftspläne, die persönliche und politische Entscheidungen bestimmen.

Es ist also ein grundsätzlicher Unterschied, ob Du Karriere bei Mächtigen machen willst, oder ob du eine eigene, wahrhaftige selbstbestimmte Meinung hast und dein Leben danach gestaltest.

Viele Politiker, Medienleute machen beides gleichzeitig. Deshalb wirken die Aussagen bei genauer Betrachtung gespalten und unehrlich. Sie schwimmen auf einer Art von Mainstream, geraten in einen Einheitskorridor von Aussagen. Damit laborieren sie sich in eine Richtung, die möglichst an der Mehrheit der Menschen orientiert ist, aber nicht an der Wahrhaftigkeit.

Für sehr viele Meinungsmacher gerät das Karrieredenken fürs Leben in den Vordergrund, und sie wirken für den sogenannte Mainstream. Auf Dauer kann das eine Gefahr werden, Volksverdummern und Nazis Vorschub leisten, Misstrauen und Zweitracht säen.

Ein „Zu Kreuze kriechen“ um in diesem nicht gerade ehrlichen und zukunftsfördernden mehrheitsbedachten Denkschema Karriere zu machen und eigenen Wohlstand aufzubauen ist verständlich, soll hier in diesem Artikel jedoch nicht problematisiert werden.  

Dieses „hinter dem Dollar Hinterherrennen“ führt aber auch dazu, dass junge, bildungshungrige Menschen, die sich eine eigene Meinung bilden möchten, verunsichert werden, kaum eine Chance sehen, wahrhaftig das zu lernen, zu durchzudenken, zu leben, zu wählen, was ihnen auf fürs Leben die Voraussetzung bietet, wirklich für ihr Lebensglück die Voraussetzungen zu schaffen.

Wer gelernt hat selbst wahrhaftig zu entscheiden und bei dieser wahrhaftigen Entscheidungsfähigkeit zu bleiben vermag, der ist als klug zu bezeichnen und auf dem lebenslangen Weg zur „wahrhaftigen“ Persönlichkeit, der ernst wahrgenommen wird.

Menschen, die diese Wahrhaftigkeit leben, sind die wahren Chefs (gegenüber den meisten unwahren). Sie können es sich leisten, auch unangenehme Wahrheiten zu verbreiten und dennoch zu Wohlstand gelangen. Ihre Überzeugungskraft besteht aus Glaubwürdigkeit, Unbestechlichkeit, deutlicher Sprache mit sorgsamem Abwägen.

Wenn wir unser Wandervogelbündnis sehen, so haben wir Ansätze, die dieses Menschenbild mit unserem Denken und der alten und neuen Meißnerformel verbinden.

Junge und alte Menschen, die hierum ringen, heißen wir bei uns willkommen. h

LASS DICH NICHT VERUNSICHERN, UNTERBUTTERN, EINWICKELN, INDOKTRINIEREN, ABLENKEN: Die Bestrebungen in der Gesellschaft machen es leicht, sich einer vorgegebenen, vorgekauten Meinung anzuschließen. Die Medien, Parteien, Konfessionen, Glücks- und Heilsbringer, Nationen, Konzerne, Autokraten versprechen Glück, Heil, Geborgenheit, Zufriedenheit, Wohlstand, Glauben, Angstfreiheit einerseits.

Sie machen gleichzeitig immer wieder neue Ablenker mit Zweifelsthemen, Sensationen, Katastrophen, Zukunftsängsten, Bedrohungen auf, um neue Gedanken, ein Hinterfragen, ein grundsätzliches Aufklären und Bedenken der Ursachen und Verursacher zu verhindern. 

Die Frage im Wandervogel heißt immer:  Ist die Meldung zu unserem Wohl, zum Wohl der Menschen allgemein, zum Wohl „unseres Volkes“? Wer sind die Konfliktverursacher? Die Nutznießer? Die Reagierenden?

Das ist noch keine Schuldbezeichnung und keine Verurteilung. Den 100% Schuldigen gibt es im öffentlichen Bereich selten. Fast immer gehören mehrere dazu. Deshalb ist der, der von einseitiger Schuld spricht, meist selbst schuldig, mitschuldig.

Wer das erkennt und sich eine Meinung bildet, muss sich dann oft fragen, auf welche Seite der Schuldigen er sich stellen will, oder ob er für einen 3. Weg sich entscheidet. Wer den 3. Weg wählt, wird von beiden anderen oft als Außenseiter, Extremist dargestellt, da Extremisten oft auch den 3. Weg wählen. (Wie in Deutschland die Rechtsextremisten NPD und teils AfD, die Linksextremisten wie KPD, teils Linke und Antifa, die Verschwörer, wie Glaubens- und Esotherikextemisten.)

Wir vom Wandervogel gehören mehrheitlich zu keinem der drei Gruppen, sondern bilden zu einem 4. Weg. Wir beobachten die drei Richtungen und wägen in Einzelfällen sorgsam ab. Freiheitlich ohnmächtig sind wir Beobachter von Machtgruppen und Glaubens-Verschwörern. Unser Entscheiden und Handeln wird je Einzelfall vom persönlichen, freiheitlichen Glücksdenken für Menschen und Natur und auch aus der Sicht eines Wandervogels bestimmt. Von den täglichen Ablenkungsmanövern raten wir, sich möglichst nicht ablenken zu lassen.

Da wir den Wohlstand in Deutschland oder den Nachbarländern mitgenießen, bin ich, sind wir dennoch bei zu viel Untätigkeit dagegen mitschuldig zusammen mit fast allen, an Umweltzerstörung, Klimaveränderung, Verhungern und Ertrinken von Menschen, Kinderarmut, übermäßigem Ressourcenverbrauch, evtl. Zuwendung einer der Schuldgruppen. Diese Mitschuld können wir mildern, indem wir unsere Meinung zu den einzelnen Kernfragen deutlich äußern und möglichst auch gemeinsam vertreten. h

MEIN PERSÖNLICHER WEG:  Das Dilemma des Blicks auf die allgemeine Meinung, Anpassung von Medien und Politik (oft MAINSTREAM genannt) und dagegen dem „Backstageblick“, dem Blick hinter die Kulissen, hinter die Potemkin-Bilder, die Glanzfassade bis zu den Konfliktursachen, einerseits den „Konfliktmachern“ und andererseits den „Zweitrachtsäern“ hat auch seine Reize für mich.

Dieser „Dosenöffnerblick“ in die Konserve, hinter die Fassaden gegenüber Öffentlichkeit, Politik, allen Herrschenden, allen Menschen eröffnet Horizonte, Perspektiven, die spannend sind.

Oft werden so Egoismen, Lächerlichkeiten, banale Macht- und Eroberungsgelüste und Ausbeuterstrategien sichtbar, die mich manchmal sogar zum Lachen reizen. 

Damit hassfrei und sorgsam abwägend umzugehen, darüber zu reden, zu berichten macht mir Freude, oft mit einer guten Prise Ironie und ironischer Romantik. Das hält mich frei von machtloser Verbitterung und Resignation. 

Da das Leben die Aufgabe hat möglichst viel Glück auf dem Lebensweg zu haben, trägt so auch mein politisches Interesse für mich dazu bei.  h

GESELLSCHAFT & WANDERVOGEL 29. 3. 21 as hältst Du zu diesen Lösungsvorschlägen?g

Der Großteil der Gesellschaft hat sich an die Situation angepasst: Den meisten geht es materiell gut, mal abgesehen von der Pandemie. Kritik ist geringer, als es sein müsste. Denn viele wichtige Themen sind mehr als brisant: 1. Klima, 2. Kinder, 3. Digitales, 4. Boden-Luft-Wasser-Landwirtschaft, 5. Rüstungsexporte, Frieden & Bundeswehr, 6. Weltkonflikte: USA:China & Russland, Afghanistan, Irak, Ölländer… Und aktuell das makabre Corona-Management. 

Wandervögel sind zukunftsgerichtet mit demVorzeichen: Das Wahre bewahren, dasNeue erfahren – für bessere Klimapolitik, für mehr Unterstützung für Kinder, Jugendliche & Bildung, für schnellen Digitalausbau, für Unterstützung der Bauern gegen Glyphosat, für Frieden und Bundeswehrunterstützung als Hilfenfür die 3.Welt, laufende Gespräche und Kulturabkommen mit China und Russland, intensive Verbesserung der Gesundheitsämter und der Zusammenarbeit, Impfen und Testen. 

Die Korruption in Parteien muss hart bestraft werden. Vermischung von Politik und Wirtschaft braucht neue Gesetze.

Moden, einengende Kleidung, Produktion ungesunder Lebensmittel, Plastikschwemme in die Meere, Wohnungsbau und Mietpreise, Steuererhöhungen und Ausbeutung von Arbeitskräften sind öffentlich und politisch unter die Lupe zu nehmen. Verbesserungen sind notwendig.

Es gibt noch immer Schlipsträger. Wer einen Schlips trägt, ist besonders kritisch zu beachten.   h

Mühle-Vierhandfassung copy Kopie 2.jpg.  .   wandervogel grafik0.jpeg.  wandervogel P1300757 2 Kopie.JPG

DIE LÜCKE IN DER GESELLSCHAFT – DDR & BRD   1987. hedo

Als ich oft in die DDR fuhr und mit Folkiefreunden durch die Straßen in Berlin, Halle, Schwerin ging, gingen wir durch Straßenzeilen, die verwahrlost, fast ruinenhaft aussahen. Und zwischendurch war manchmal ein Fenster, ein Balkon bunt, geschmückt mit Blumen, Farben, Postern, schönen, kleinen Details.

Ich fragte eumel, peter und ischi, was das zu sagen habe? Die lachten auf und sagte, das seien Folkies, die hier studieren und versuchen, sich ihre Umwelt lebenswert zu machen.  Wir gingen einfach hoch. Die Flurtür war beklebt mit Buttons und buntem Zierrat

Wir kamen darüber ins Gespräch, da ich das Gestalten und Schmücken der Wohnungen von unserem bunten Völkchen im Westen auch kenne. „Wir sind eben auch grün wie ihr und außerdem Sozialisten, auch wenn unsere DDR das Sozialistische und das Grüne nicht immer schafft.“ So ungefähr waren die Antworten.

Damals schon merkte ich, dass wir uns auch im Westen bunt absetzen vom „bundesrepublikanisch-kapitalistischen Massenstil“, nicht sehr viel, im etwas studentengerechtem Ikea und nicht mit den teuren, alten Möbeln, die von den Freunden im Osten günstig aufgegabelt werden konnten.-

Mit den Jahren wird das übliche BR-Konsumverhalten von vielen Freunden von mir im Wandervogel und bei den Folkies mehr und mehr abgelehnt. Zuerst waren es die das Singen, Musizieren und Tanzen, dann Wohn-Gestaltungsformen und die Kleidung. Nun sind es auch mehr die Ess- und Trinkgewohnheiten. Geraucht wird von fast keinem mehr.

Sich so in Opposition zu Nachbarn, zu vielen Menschen, zur Gesellschaft zu setzen, erfordert etwas Mut und auch die Kraft über sich selbst zu lächeln, weil man das nicht arrogant als besser versteht, sondern eher als eine kreative, lieb gewordene Gewohnheit.

Gern bin ich auch in Geschäften, die alles aus Wohnungsauflösungen verkaufen und suche mir da meine Raritäten heraus. Gegen Tinnef war ich schon immer. Es gibt aber schöne alte Möbel und handwerkliche Arbeiten, die im Handel fast nicht oder nur enorm teuer zu finden sind.

Wer gern gestaltet, der kann solche Adressen ausspähen. Mit wenig Geld lassen sich hier wahre Schätze finden.

Massenkonsumenten haben ein anderes Kaufverhalten und selten ein Lebensstilbewusstsein. Sie geben schöne, alte gut gestaltete Sachen weg, die für mich und viele meiner Freunde wertvoll sind. Diese Lücke in der Gesellschaft gilt es für ein gutes Leben zu nutzen. Da findest Du die besten Weihnachtsgeschenke für Dich und Deine Lieben. h

images-1.png.  GESUNDHEIT. 31.3.21

Nun, wie wir wissen, ist niemand gesund, weil jeder seine Macken körperlich, geistig, seelisch hat. Trotzdem kann ich einiges für meine Gesundheit, für mein Wohlbefinden tun. Nicht nur die verordneten pharrmazeutischen Chemiepillen schlucken, die meinen Kreislauf in Gang halten. Das ist das Muss. Mir helfen ein paar andere Dingen

Ich nehme Vitamin B, C und D sowie Zink und Magnesium als Sonnenersatz, Nahrungsergänzung, Erkältungshemmer, Muskellockerer. Und manchmal eine Gichttablette.

Ein paar Jahre trage ich täglich die Leguano Barfußschuhe in Sommer- und Winterversion.

Bettwäsche haben wir eine wunderbare, leichte, atmungsaktive Frühjahrsbettwäsche. Im Winter einfach doppelt.

An Kissen habe ich drei mit guten Daunen, damit ich hoch genug liege und den Nacken nicht zu sehr belaste.

Ich trage lange Westen und Jacken, um den Rücken warm zu halten.

Und mir geht es verhältnismäßig gut für 87 Jahre. GESUNDHEITmanchmal schalte ich die Fußbodenheizung ein, täglich bin ich im Freien. Bei monijas langen täglichen Wanderungen bin ich nur ab und zu dabei. 

monija kocht gesund, ich nicht so gut. Und ich bemühe mich viel zu trinken, viele Gläser Wasser mit französischem Teisseire Pampelmuse zuckerfrei.

Das alles zusammen scheint mir eine gute Mischung zu sein.  Bisher hilft mir das gut zusammen mit sorgsamem Coronaschutz.

images-6.jpg.  FERNSEHEN.  30.3.21

Wenn ich heute das Fernsehen einschalte, dann gibt es entweder Werbung, Krimis, Wetten, Royal-Schicki-Micke-Courts-Mahler oder wenn ich Glück habe eine Natursendung vielleicht auf Phönix. Das Fernsehen ist derart herunter gekommen, dass ich auf mir auf Mediathek irgendwo etwas heraussuchen muss, dass mich weiter bringt oder erholt. 

Ich denke, das geht den meisten so, die ich kenne. Deshalb frage ich, wo ich laufend Tipps für Programme bekommen kann, die zu mir passen? Kannst Du mir dazu Tipps geben? Im Internet habe ich das nicht gefunden.    Mich interessieren besonders Bundestagssitzungen zu Fortschrittsthemen, manchmal historische Filme, Große Theaterstücke, Literaturkritik, Gesellschaftskritik, evtl. mal klassische nicht so laute, hektische Krimis.  

SPIELE & SPIELZEUG    HIER IST VIEL ZU SCHREIBEN. AUCH VON DIR?  31.3.21

KLEIDUNG

SCHLIPSTRÄGER finde ich meist komisch. Sie wirken wie aus dem vorigen Jahrhundert. Zum Glück kenne ich keine Wandervögel, die Schlips tragen. Gut kannst Du es bei der Politik erkennen. Wasdie reden, die einen Schlips tragen, ist meist oft Zukunft, Naturkultur und Ehrlichkeit entfernt. Oft istdasschon vor den Reden amSchlips zu erkennen. Jugendbewegt sind die bestimmt nicht.

FESTKLEIDUNG tragen immer mehr Wandervögel bei unseren Treffen. Daskönnte nochmehr werden. Festkleidung ist für weiblich bunt, für männlich ein weißes Festhemd. Manche tragen es mit Stehkragen.

FAHRTENKLUFT: Mehrere haben jetzt Fahrtentücher mit unserem Greifen bestellt. Es soll auch bald Autoaufkelber geben. Die bretonische Seglerjacke wird von uns favorisiert.

WERBEHEMDEN: Die Hemden mit Werbeaufdruck sind komisch. Wer läuft schon gratis mit Aufdrucken für eine Modefirma oder sowas herum. Das passt nicht zu uns.

WANDERVOGEL GESTERN UND HEUTE – Wie es zu unserem Wandervogelbund kam, und was angepeilt wird

 

JUGENDBEWEGTE, WANDERVOGEL- UND JUNGENSCHAFTS- GESCHICHTE VON HEDO

Es ist eine Geschichte, aus der heraus der Wandervogel aktualisiert wurde.  Hier geht es um die geschichtliche gedankliche Entwicklung.


BUNDESERFAHRUNGEN

Bei den bewahrenden Fahrenden Gesellen wurde es mir zu eng. Freiheit, Kreativität, Zukunftsdenken, Weltweitheit fehlten mir. Und Männer allein waren mir zu wenig.

Bei der Freischar dann war die Freiheit da. Und doc (Fritz Krapp) brachte die Freischar zum Gegenwartsbezug und einem Hauch von Zukunft. Nach docs Tod fehlten mir diese Impulse und die Kreativität.

Der Wandervogel-Älterenbund, (initiert besonders aus dem WVDB, der nur 2 Jahre bestand, war ein Versuch von Hermann, pagotata, Gerhard, und mir, dem Wandervogel wieder Attraktivität für Jung und Alt zu schaffen.

pagotata als Sprecherin zog konservative Ältere an und stieß Junge ab, so dass der Ansatz ein zerstrittener Haufen von zumeist Älteren des Wandervogel DB wurde.

Ich wirkte einige Jahre in der Kulturinitiative von Gerhard und Lampi mit und hatte die Elbraben, die für die für die von Gerhard stark geformete Kulturinitiative nicht zu gewinnen waren.


WIEDERGRÜNDUNG WANDERVOGEL E.V.

Als ich pensionierte wurde und den Rabenhof ausbaute, machte ich die ersten Hoffeste und holte teils bündische Elbraben zusammen, mit denen ich den Wandervogel e. V. wieder gründete. (Mein Großvater und mein Vater waren schon im Wandervogel e. V.)

Wir gründeten aus den Motiven: Unterhalt des Hofanbaus als Wandervogelheim und Suche nach einer Wandervogelform, in der sich Ältere wie Jüngere wohlfühlen und entwickeln, Freundschaften finden und Zukunftsaktivitäten installieren ermöglichen können.

Das gelang, allerdings langsamer, als ich gedacht hatte.


BILANZ

Die Älteren fühlen sich wohl, Jüngere kamen viel zu wenig hinzu. Muss das so sein?

Ich kenne Gruppen, in denen das nebeneinander und gleichzeitig miteinander gut funktioniert. Deshalb brauchen wir dazu einen Anstoß, einen Impuls, vielleicht sogar von Außen. Wir haben erst wenige Gruppen, und der Nestbau bei uns Wandervögeln wächst nur zögerlich in wenigen Regionen.

Die Ziele aber für Natur und Kultur – wir nennen es NaturKultur – mit Singen, Tanzen, Musizieren, Spielen, weltweiten Fahrten, Wandern, Vortragen und Gestalten haben sich positiv entwickelt.

Die Digitalisierung unserer Zeitschrift ist erfolgreich, mit Liedern und Tänzen strahlt unser Bund aus, der Rabenhof ist gut ausgebaut. Mitgliederzahlen und Aktivitäten der Mitglieder wachsen.


ZUKUNFT

Das Wachsen der Aktivitäten und das Gewinnen von Jüngeren und weiteren Bundesfreunden sind weiterhin notwendig, um unserem Bund Stärke und Kontinuität zu geben.

Dadurch, dass ich mich entbehrlicher mache, und dass wir Wandervögel ermutigen, unsere Zeitschrift, unsere Wochen, Treffen und Fahrten im Internet wie praktisch zu gestalten, kommen wir Schritt und Schritt voran.

hedo  1.1.21


MEINE JUGENDBEWEGTE GESCHICHTE

Meine Eltern und ich wohnte 15 Jahre in einer kleinen Einzimmerhütte in den kilometerweiten Trümmern Hamburgs. Mein Vater, alter Wandervogel, kam gebrochen aus dem Krieg zurück und konnte seine Firma nicht wieder in Gang bringen. Um mir nach dem Krieg eine Zukunft zu schaffen, gründete er rür mich mit Klassenkameraden von mir von der Oberrealschule Barmbek-Uhlenhorst eine Wandervogelgruppe in unserem Zimmer, unterstützt von alten Wandervogel- und Volksheimfreunden. (Hans Muchow, PastorKießling, ?Wagner (Pflegevater von longus) …)

Binnen 2 Monaten waren wir 40 – 50 Jungs. Die passten nicht in unser Zimmer. Das ging nur auf Fahrt. Durch Hans Muchow kam Abiturient Rudi, Rudolf Salinger zu uns und übernahm die Gymnasiasten, Longus, auch kurz vor dem Abi übernahm die weiter weg Wohnenden und mein Vater, OA, behielt die Schüler der Schleidenstraßen-Schule.

Ich war unter den Gymnasiasten mit Uwe Stubbe, Detlef Tietgen, Horst, …… Unsere Horte hieß „Die Wacht“ (für Frieden) spielte Theater (Pidder Lyng) und machte 3 Großfahrten, auf die Krukenburg an der Weser. Dort kamen wir zum Jungenbund (später Gefährtenschaft) mit Henning Meinke als Bundesführer (Auch ein Schüler von Hans-Heinrich Muchow), die 2.Fahrt mit dem Fahrrad längs des Mains und die 3. ins Sauerland zu einem Bundestreffen, auf dem ich Helm König, der großen Liedermeister, kennenlernte. Dann musste Rudi die Horte wegenseines Lehrerstudiums aufgeben, und die Horte löste sich auf.Wir trugen schwarze Hemden mit grauem Halstuch.

Ich hatte keine Geschwister und fühlte mich allein. Also holte ich mich ein paarJungs aus den Trümmern, die zumeist in Behlfsbuden  wohnten. Das waren dietz, Dieter Harnack, lotz, Lothar ?, Harbert Kok, pony, Jürgen Boner. Wir machten die ersten Fahrten, spielten Indiaca und Fußball, lasen tusks Geschichten und sangen viel. Ich wollte Silvester auf den Wilseder Berg wandern, um nicht selbst zu böllern, sondern von dort das Feuerwerk in Hamburg möglicherweise zu beobachten. Dietz wollte mit, durfte aber nicht. Also fuhr ich mit der Straßenbahn, mehr Geld hatte ich nicht, bis Appelbüttel und klotzte mit Affen und Klampfe in Richtung Heide.

Acht bis zehn Kilometer hatte ich hinter mir, als ich zwei Jungs in Jujakluft mit Fahne und Klampfe einholte. Wir schnackten. Es waren Fahrende Gesellen, Blase und Glüsow aus Fuhlsbüttel, die nach Marxen ins Landheim der FG zum Hamburger Hortenführertreffen übers Jahresende pilgerten. Sie luden mich ein zum nächsten Tag zu ihnen zu kommen. Sie sagten, ich könne im Dorf bei Mickel Garbers übernachten, der Bauer und Fahrender Geselle sei. MG nahm mich freundlich auf und morgens tippelte ich den Kilometer zum Landheim im Wald auf dem Rehberg. Dort wurde ich freundlich aufgenommen. Es wurde viel gesungen, gespielt und sogar vorgetragen. Hascher war der Hamburger Chef, und es gab Horten aus Wandsbek, Fuhlsbüttel, Bergedorf und Osdorf. Dort lernte ich auch Hans-Peter Schult,Hortenführer aus Osdorf, kennen, mit dem ich bis heute Kontakt habe. Ich wurde FG, tauschte mein schwarzes Hemd gegen ein grünes und führte meine Barmbeker Horte „Safari“ in den etwas anderen Wandervogel-Bund mit dem herrlichen Landheim, dem schönsten bündischen Heim, das ich in meinem Leben kennen gelernt habe. Das Landheim in Form eines alten Heideschafstalls mit Erkern ausgebaut in großartiger Lage auf dem Rehberg und unten zwischen Wiesen die kalte Aue. Das FG – Heim gibt es nun weit über 100 Jahre. Ich bin immer wieder gern dort.

Meine Horte gab es über 10 Jahre. Wir machten viele Fahrten. Herausragend bis heute unsere erste Finnlandfahrt, zu der wir ein FG -Bundesheft gestalteten. Am Heftgestalten fanden wir Freude. Wir entwickelten ein Kunstheft, das besonders Harbert und ich gestalteten. Wir kauften für 50 Mark ein altes Rettungsboot, das wir zum Segler mit Kiel umbauten. Jedes Jahr fuhren wir zu dem Bundestreffen, wechselnd irgendwo in Deutschland und zu den berühmten Herbstfeste in Marxen mit Spielen, Kämpfen und Liederwettstreiten, auch mit Sketches und Puppenspiel und Volkstanz. Ich gab, unterstützt von Hortenführern aus HH, BW, SH, NRW und Bremen die Zeitschrift „briefe“ heraus, in der wir Geschichte, Gedichte und unsere Wandervogelgedanken schrieben. Dazu gehörte eine Liederblattsammlung, die erste der FG nach dem Krieg. Und wir gründeten nach Anfängen nahe desHauptbahnhofs eine Volkstanzgruppe mit deutschen und europäischen Folktänzen. Die Tanzleitung hatte Ernst Wolter von der Naturfreundejugend, Musik machte Richard auf dem Bandoneon.


FAHRENDE GESELLEN

Die Fahrenden Gesellen hatten ursprünglich Treffen mit der Jungen Union und besondere Zusammenarbeit mit traditionellen Bünden wie Wanderbund, Unitarier Jugend, kaum mit Gefährtenschaft, Nerothern, WVDB, nicht mit früher fortschrittlicheren Bünden wie Freischar, Das führte lange dazu, dass lange Zeit zeitgemäßes, sozio-kulturelles Engagement von Bünden bekannt wurde und kaum stattfand. Dadurch strebten Extremisten zu den Fahrenden Gesellen, als noch der Grundsatz galt: „Wir machen keine Inquisition bei uns.“  Das ist vorbei. Extremisten wurden ausgeschlossen. Führende FG sind in der SPD. Mittlerweile sind die Fahrenden Gesellen keineswegs ein CDU-naher Bund, sondern ein konservativer Bund auf der Höhe der Zeit, in dem Soziales und Klimafragen diskutiert werden. Auf der Webseite ist diese positive Entwicklung noch nicht zu sehen.


MEIN BRUCH MIT DEN FAHRENDEN GESELLEN

Das Ende der beiden Horten bei den FG

Unser „Kielschwan“ war bei Sturm am Bauersberg zerschellt. Wir haben es für unsere Sonnenwenfeier genutzt und traurig verbrannt, Harbert, Schnecke, Walter und ich. Gunnar hatte da schon meine Jüngerenhorte übernommen. Wir hatten so viel Zulauf von Lütten, die zu jung waren für unsere zehnjährige Horte. Dann mussten meine Eltern und ich auch unserer Hütte umziehen und bekamen in der Conventstraße beim Landwehr eine neue Wohnung. Ich war in der Lehre und bereitete mein Abendschul-Abitur vor, Harbert und Walter versuchten es auch. Gunnar kam nicht mehr zu den Hortentreffen. Bei gut laufenden Tanzen machte er auch nicht mit. Ich gab weiter die jungenschaftlichen „briefe“ für die Hortenführer heraus. Und die Bundesführung war sauer, da sie darin kaum vorkam und entmachtet wurde. Dabei kam auch nichts Negatives über die Bundesführung vor, nur brauchten wir sie nicht, da sie uns „von oben herab“ vorkam und oft Gestriges ideologisierte. Dann kamen eines Abends Brumbu und Uwe zum Tanzen und baten mich zu einem Gespräch, bei dem sie mich aufforderten, den Bund zu verlassen. Der Bund war mein Leben. Und ich war damals noch durch meine Erziehung so gehemmt, dass ich zornig war, mich vom Tanzkreis und der Horte – Es waren außer Gunnar alle da – kurz verabschiedete und den Bund ohne Worte verließ. Dadurch suchte ich auch keinen Kontakt mehr zu Gunnar. Mit der Horte machte ich einige Zeit später noch eine Fahrt ins Wendland. Und bis auf Walter haben haben alle meine Trotzhaltung akzeptiert. Gunnar war nicht dabei. Ja, Gunnar war von uns der begeistertste Segler. Du hast wohl recht. Er ist wohl zur See gefahren. Irgendwie passte Gunnar auch nicht ganz zu uns. Er kam aus nicht aus unserem verschwumelten Bildungsbürger-Milieu, sondern war ein klarer, ehrlicher, aufsstrebender Junge aus einer Arbeiterfamilie in Barmbek. Die Jüngerenhorte übernahm er wohl mir zuliebe, weil er nicht ganz zu uns Älteren passte, und weil er sich beweisen wollte. Schade, ich hätte ihm gern beim weiteren Aufbau der Horte geholfen. Aber mein Bruch mit dem Bund führte zu einer Neuorientierung. Ich fand neue Freunde, wandte mich der Freischar zu, die ich in Hamburg ausbaute und mehrere Jahre lang im Ring bündischer Jugend vertrat. Wir nannten uns „Hamburger Kreis“, von Gunnar (Gunnar Wiegand?) habe ich seither nichts mehr gehört. Die junge Horte hat er wohl bald schon aufgegeben. Gibt es dazu Notizen oder Erinnerungen.? Es waren immerhin 8 Jungen. Vielleicht kannich von denen die Namen herausbekommen. 2 Brüder Schubert, Silvester Leonie, mehr erinnere ich momentan nicht. Ich glaube, sie hatten etwas Kontakt zu Jüngerenhorte in Wandsbek mit Hannemann, der aus Hartmut Perschaus Horte kam. Die Jüngeren (wohl auch in Fuhlsbüttel) spielten bei den FG wohl kaum eine Rolle. Schnecke, der  bei uns bei weitem der Jüngste war, wusste wohl etwas mehr. Er hatte zu Gunnar wohl auch den besten Kontakt.

 


DEUTSCHE FREISCHAR

Die Deutsche Freischar war zu Zeiten von doc ein vorwärtsdenkender, fortschrittlicher Bund, der in der Bevölkerung gut ankam, jüngere Menschen und junge Erwachsene stark anzog. Die DF ist in Richtung Sozialismus gedriftet und agierte teils wie die Antifa, indem aus dem Bund mehrere über andere herfielen. Auch das hat sich geändert. Die DF baut ihr Bundeszentrum aus. Viel ist aus dem Bund nicht zu hören. Die Webseite ist bisher nicht so dynamisch, wie es von der Freischar zu erwarten wäre.

Ich hatte auf der Abendschule dasWirtschaftsabitur gemacht und musste wegen meiner Gehemmtheit sehr kämpfen. Durch Rhetorikkurse bei der Schule Elertsen und Gesprächstraining mit Freunden über Gefühle zu sprechen überwand ich meine Blockaden und wurde zum guten Redner. Mit einigen Rhetorikschülern gründeten wir zuerst eine, dann mehrere Gruppen – Englishcircle, Kreativkreis, Sozioclub und nannten uns zusammen mit zwei Jüngerenhorten der Freischar (Erk und …..) Novemberkreis, zusammen mit den Jüngeren Hamburger Kreis. Die Jüngerenhorten lösten sich auf, Erk studierte, die anderern Führer gingen auf Weltfahrt. Wir wirkten in der Freischar mit. Eckhard Hermann und Wolfgang Schubert wurden Sprecher der Bundesfreischar. Wir machten mehrere Seminare mit doc, Dr.Fritz Krapp, aus Frankfurt Referenten waren u.a. doc, farki – hans Puttfarken, WernerKindt, Heinrich Steinbrinker, Walter Puls,  Hartmut Perschau. Intensiv arbeiteten wir im Hamburger Jugendring und im Ring bündischer Jugend Hamburg (RBJ) mit. biene, Dieter Bretz und ich waren im Vorstand des Hamburger Jugendrings mit. biene als Vertreter der Sportjugend und Dieterals Vertreter der Pfadfinder machten bei uns mit. Von der Dynamik her und wegen unserer Themen  waren wir so dynamisch und kreativ. Die Zeitschrift „briefe“ gab es weiterhin. Im Hamburger Jugendring stellte ich den Antrag, dass jeder „Verein“ zumindest eineStimme bekommen solle und nicht nur die Blöcke, bei denen bisher alle 16 Bünde des RBJ nur eine Stimme hatten. Der Antrag wurde angenommen. Der Hamburger Jugendring wurde demokratischer. Im RBJ gab es nachts, als wir Berufstätigen nach Hause gegangen waren einen rechtswidrigen und undemokratischen Beschluss, dass der RBJ kommunistisch wurde (auf Bestreben von VolkerTonätt und Heidi Burmeister in Zusammenarbeit mit skara, jungentrucht, mädchentrucht, drei Leuten der Freischar (Sappo, …….) .


FRISCHAR – HAMBURGER KREIS – MITEINANDER

In der Nacht bekam ich einen Anruf von Arno Röken (freie jungenschaft) und schon am nächsten Tage gründeten wir mit 12 Bünden die Arbeitsgemeinschaft freier Jugendverbände, (Freischar-Hamburger Kreis, Waldjugend, drj, graue jugnenschaft, freie jungenschaft, hansische jungenschaft, FahrendeGesellen, Gefährtenschaft?, Unitarier?, Deutscher Wanderbund?) zu denen dann auch andere kleinere Bünde kamen. Sprecher wurden Arno Röken, fj, Manfred Riehle, gj und ich. Arno und Manfred waren sehr aktiv und gründeten zu der Zeit auch die Hamburger Homosexuellen Aktion. Arno bekam wurde als Bildungsreferent der AGfJ eingestellt, bezahlt von der Jugendbehörde. Wir mieteten erst einen Keller unter dem Tehater an der Marschnerstraße, der sehr großen Zulauf hatte und dann einen Laden in Hamburg St. Georg in der Stiftstraße, den wir „Miteinander“ tauften. Dort entstanden unsere Tanzkreise, die Elbraben, Gesprächskreise, Töpfern, Gitarrenkurse, ein Liederkreis „Dufte Kunden“ , ein Arbeitskreis Alleinerziehender,  ein AK Alleinstehender und eine große Jugendgruppe. Der Laden wurde anerkannt. Wir bekamen DM 40.000 im Jahr als Zuschuss. Der Laden wurde -gefördert durch Kultursenator Tarnowski zum Vorbild für Hamburger Kulturläden. Das Miteinander bestand 20 Jahre. Hamburger Folktanzkreis und Elbraben gibt es weiterhin,.


 

 

Nationalhymnen

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Wir bringen ein paar Geschichten zu Nationalhymnen, die kritisch zu sehen sind und teils kurios sind.

Niederlande

Mit ihrem alten Geusen- und Freiheitslied „Wilhelmus von Oranien“ gegen die damalige Besetzung der Niederlande durch die Spanier haben die Niederländer ein besonders altes Nationallied. (Geuse = Bettler)

Die deutsche Übersetzung „Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu“ von Viktor Emanuel Scheffel? ist für mich ein überhöhter Nationaltisch. Wem bleibt man treu?

Eine spätere Übersetzung wurde lange Zeit häufig verboten, weil es zum Kampflied der Sozialdemokraten wurde.

Frankreich

Die Marseilleise „Allons enfant de la patrie“ ist als Kriegslied gegen die Deutsche Gebiete am Rhein gedichtet worden. Die Soldaten aus Marseille sangen das Lied besonders gern, so dass es schließlich seinen Namen bekam.

Es wurde zigmal ins Deutsche übersetzt. Gruselig die Übersetzung: „Auf rüstet. Euch, verbundene Heere Germaniens“.

England

Das „God save the Queen“ hat eine besondere Geschichte besonders dadurch, dass Melodie und Textteile in vielen Ländern Nationalhymne wurden. So in Preußen als Kaiserhymne „Heil Dir im Siegerkranz, Heil Kaiser Dir!“ Viel wurde es gesungen als „Heil Dir im Siegerkranz, Pellkartoffeln mit Heringsschwanz“. In Dänemark, in der Schweiz, in Mecklenburg wurde auch Kleinstaaten Nationalhymne, nur der Herrschername wurde ausgetauscht. In England und Liechtenstein ist es heute noch Nationalhymne.

Deutschland

Die Melodie von Haydn der alten österreichische Nationalhymne „Gott erhalte Franz den Kaiser“ bekam einen neuen Text durch Hoffmann von Fallersleben, der auf dem damals englischen oder dänischen Helgoland das Großdeutschlandlied „Deutschland, Deutschland über alles“ dichtete, von dem wir heute die 3. Strofe als Nationalhymne haben.

Europa

„Freude, schöner Götterfunken“ wird heute meist ohne den Text „An die Freude“ von Schiller gespielt mit der Melodie von Beethoven.

Welt

Eine Welthymne ist mir noch nichtbekannt. Sie liegt in der Luft. Es wird langsam Zeit. Sie müsste ja auch über dem oft eng gesehenen Nationalismus stehen. Wohl eine Hymne die von Freude und Freiheit sprüht, und die von China, Afrika, der Arktis und Antarktis bis Deutschland reicht. „Die Welt aus Krieg und Giftmüll zu erheben, den Kindern volles Recht und Bildung überall“ …

NEUJAHRSBRIEF 2021 hedo

Ein Jahr mit wichtigen Erfahrungen geht seinem Ende zu. Die Menschheit hat begriffen, dass mit Einsparen von Personal und Ressourcen in den Branchen Gesundheit, Schule, Polizei und Militär es nicht allein getan ist. Die Gelder der Wohlstandsjahre wurden vielfach fehlgeleitet in Strafgelder an Investoren bei Energie, Bau, Kohleabbau, Überlandleitungen, Autoindustrie und vielem mehr. Die Rohstoffe werden knapper, je mehr die Weltbevölkerung wächst, und die Artenvielfalt schmilzt. Vor ihrem eigenen Dilemma stand die Große Koalition, als die Pandemie begann. Manchmal hatten die Regierenden mit Entscheidungen Glück, machten aber viele Fehler, revidierten sich laufend, nutzten Zeiten des Coronarückgangs viel zu wenig und beteuern ständig, wie gut sie gehandelt haben. Die Umfrageprognosen belobigen sie. Noch können die Massenmedien so beschwichtigend wirken, dass die Mehrheit der Wähler der Regierung ein ausreichendes Zeugnis ausstellt. Das kann ich nicht nachvollziehen. Außerdem gehört für mich das Eingestehen von Fehlern zur Glaubwürdigkeit.

Für unseren Wandervogel fiel viel aus. Das Maitreffen und Fahrten konnten nicht stattfinden. Viele Bundesfreunde haben sich seit über einem Jahr nicht gesehen. Der Druck unserer Zeitschriften „wandervogel“ und Folkmagazin wurde zu teuer, und die Leitung und Erarbeitung mir zu schwer. Deshalb haben wir auf digital umgestellt. Das bewährt sich mehr und mehr über unseren Bund hinaus. Vorteil ist, dass die Zahl der Mitarbeiter wächst, und dass Mitarbeiter sich selbst über einen Code einloggen können und selbst Fotos, Grafiken und Berichte setzen können. Bald kommen auch Filme übers Bundesgeschehen, Lieder und Musikstücke dazu.

Unser Herbsttreffen, die „Wandervogelernte“ der Großfahrten fiel in ein Zeitfenster, dass es zumindest mit einer auf 25 reduzierten Teilnehmerschar stattfinden konnte, bei besonderem Sorgsamkeitsprinzip. Es ist großartig mit Tanz, Lied, Musik sehr gut gelungen und war ein Meilenstein, eine Zäsur. Zwar sagten noch die meisten, sie hätten keine Zeit, keine Kapazitäten, keinen Willen, sich im Bund zusätzlich einzubringen. doch jetzt während des zweiten Lockdown zeigt sich, dass das Einbringen von Wandervögeln stark anwächst. Und dass die Freude am Miteinander in unserem Bund viele tröstet, stärkt und Mut macht. Durch eine Kommunikationsplattform auf Telegram oder Whatsapp werden wir die Zusammenarbeit und das Miteinander weiter fördern. Ebenfalls durch praktische Pläne für die Zukunft nach dem Lockdown. Unser Tanzkreis hat bereits seit längerem bei Whatsapp seine „Rabenseite“, die sich gut bewährt.

Ich persönlich habe meinen 3. Stent im Frühjahr bekommen, und dann im Sommer einen leichten Schlaganfall im linken Auge. Das war einer der Gründe, die überlastende Arbeit an den Printzeitschriften aufs Digitale umzustellen. Nach vier Augenoperationen kann ich auch mit dem linken Auge wieder einigermaßen lesen. Die Sommerfahrt fiel für mich in diesem Jahr aus, zum ersten mal seit über 70 Jahren. Dafür war ich mit monija fünfmal eine Woche in Kühlungsborn im Morada Strandhotel mit Meerwasserbad für monijas Knochen. Diese Kurzurlaube haben mir den anregenden Tapetenwechsel beschert. monija hat mittlerweile ihr Haus in Drispeth so ausgebaut, dass es ein herrliches Urlaubshäuschen ist. Dort sind wir jetzt öfter, ich oft zwei Tage hintereinander. Dort bin ich ebenos per Händi und Mail erreichbar, wie auf dem Rabenhof.

Das Weihnachtsfest haben wir beide uns gut gestaltet, dekorativ, lukullisch und inhaltlich. mit vielen Liedern und russischen Märchen. Und Silvester werden wir auch in Drispeth verbringen, nachdem wegen des Lockdown selbst das kleine Silvesterfeuer hier ausfallen muss.

Fürs neue Jahr gibt es Pläne: Die drei Wandervogelwochen auf dem Rabenhof, dann die Fahrt nach Finnland und Russland mit den Zielen Hankasalmi und Viborg, außerdem Gesprächstreffen, Liedertreffen und Einspielen von Liedern auf mp3. Wenn es möglich ist, will ich gern mit mehreren zum Rheinischen Singewettstreit fahren. Unsere Wandervogel-Zeitschrift wird laufend ergänzt. Die Nummer 115 ist erschienen. Bis Nr. 114 waren es Printausgaben. Die Nr. 116 beginnt zum 1.1.2021. Sie ist unter www.wandervogel.info im Netz zu finden. Wir sind telefonisch meist per Händi unter 0152 2198 3817 zu erreichen.

Alles Gute, viel Glück, gute Fahrten, Gesundheit und Frieden wünscht Dir hedo.       29.12.2020

Das neue Jahr: Das alte Jahr geht krumm und alt durch den grauen Winterwald. Das neue Jahr lernt gehen, um Neujahr aufzustehen. Vom Alten gilt es zu lernen, sich dabei schrittweise zu entfernen. Dem Neuen gilt es sich zuzuwenden, und es empfangen mit Augen und Händen. Auf ein gutes Maß kommt es an. Dass das Neue im Alten gelingen kann. h

NATURKULTUR & FESTKULTUR im Wandervogel: Jahreszeiten-Feste, Hochzeiten, Festkultur, Tschaizeremonie, Essen, Speisen, Kreis, Bigband, Feuersänger etc.

NATURKULTUR – FESTKULTUR

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Seit vielen, vielen Jahren gibt es im Wandervogel ein Grundgerüst für unsere drei Wandervogelwochen im Jahr.  Viel schöner wäre es, wenn Schüler und Berufstätige auch meist die ganze Woche dabei sein könnten. Sie reisen dann meist erst am Freitag an, teils aus dem Ausland von Weither.

Es gibt Angelpunkte wie: Tschaikochen und Tschaizeremonie, Festabend, Bigband mit Bigbandmappe, Bundeslieder & den Greif (Greifenlieder) sowie das Liederbuch „hedos lieder“, die Wandervogel-Festspiele (Wandervogelolympiade), Konvent (Morgenrunde, Besprechung der Inhalte und Planungen – Wandervogeldemokratie) , Infoecke, Malecke, Feuerplatz und Jurtenschmücken, Festbaumschmücken, Wandervogelchor, Liedernächte am Feuer in der Jurte, Feuersänger, Brunch mit Resteessen, Schlusskreis, Festtafel, Workshops zum Ensemblespiel, zu öfter zu Gitarre, Ukulele und Waldzither.) Die konkreten Aktionen mit ihren Aktionen grupperen isch um diese Angelpunkte. UND WENN DU ETWAS BEIZUSTEUERN HAST, VIELLEICHT EINE ANDERE KUNST, KANNST DU AUCH SIE MIT EINBRINGEN..-

JAHRESZEITENFESTE

Unser Bund hat neben Fahrten und sonstigen Treffen die drei Wandervogelwochen zu den Jahreszeiten: Wandervogelmaien (Ende Mai/Anfang Juni), Wandervogelernte (Großfahrtentreffen Ende August/Anfang September), Wandervogelwinter (Waldweihnacht, Ende November/Anfang Dezember). Obwohl sie das Grundkonzpet mit Angelpunkten haben, wird das nie Routine. Jeder, der dabei war, kann die Lebendigkeit und Freude für jung und alt bestätigen. 

Hochzeitsppaar-negativ.gif.  HOCHZEITSKONZEPT

Wir spielen mit den Elbraben für Hochzeiten nach unserem Grundraster des Hochzeitskonzeptes. Ein Fest mit Grundgerüst von Mitmachaktionen gemischt mit Beiträge der Freundeskreise und Familien und einem Hochzeiter der Elbraben. Viele großartige Hochzeiten haben wir so im Norden, Osten und Westen des Landes geprägt mitgestaltet. Der Grundgedanke war, dass die meisten Menschen, die eine Hochzeit als schönstes Fest des Lebens feiern wollen, noch nie selbst eine Hochzeit selbst inszeniert haben. Das Mitmachen der Musikanten und die Hochzeitsinszenierung haben dazu beigetragen, dass es wunderbare Hochzeiten gab. 

9285492C-339D-4763-9FE7-EB7F2AEAEF65_1_100_o.jpeg   ELBRABEN – Offene Wandervogelband – offen für Herzblutmusikanten 9285492C-339D-4763-9FE7-EB7F2AEAEF65_1_100_o.jpeg.   535868E8-277D-4BCC-B8E6-4659D0971514_1_105_c.jpeg

Die Freude, den mitreißenden Schwung und die Lockerheit haben die Elbraben mit in den Wandervogel eingebracht, als sie den Bund wieder gründeten. Es ist das Mitmachkonzept, das alle Liederfreunde, Musikanten, Märchenerzähler, Fotografen – alle Aktiven herausfordert und zu ihrem Recht kommen lässt. Jeweils wird Einer oder einem für 1-2 Stunden der Hut aufgesetzt. Meist werden die Routeniersten dazu ausgewählt. Und das klappt zu mehr als 95 %, schon weil alle ja mitmachen können, fordern und sich einbringen. auch Gäste.

Das Prinzip, dass Du Elbrabe werden kannst, wenn Du einmal mitgespielt hast und das lebenslang bleiben kannst, das Prinzip bewährt sich jezt seit über 40 Jahren. Und Elbrabenfans, die mitreisten, mittanzten, mitsangen, wurden auch Elbraben. So kamen auch schrat, usch, wolfgang, jörg, ecki, andreas, atti, kessi, jürgen, franky, Löffeluwe, Uwe, Rainer und andere dazu.

Und sie werden weiter hochgehalten, auch die, die von Fern mittanzen und dabei sind.

Die ELBRABEN gestalten meist die Musik mit dem Ensemblespiel, der Bigbanddem Allspeel und oft auch der Schlussrundenmusik. Teils haben wir auch Gastmusiker oder Gastgruppen, die mitgestalten.  

BIGBAND: Die Bigband wird von anwesenden Elbraben, Gastmusikanten und manchmal sogar mit Anfängermusikanten gebildet. Die Bigband speilt zu 5 – 8 Tänzen am Festabend auf. Die Noten sind entweder den meisten bekannt, da sie in unter den über 100 Elbrabentänzen in den Elbrabenheften enthalten sind. Sie können meist vorher zugeschickt werden und werden im Bigbandtraining bzw. Ensemblespiel geübt. Das Lied „Goden Abend Speelmann“!, der Lüttenmarker Einzug, der Walzer „Accordeon“ und der israelische Mitmachtanz „Hoida“ gehören meist dazu. Wer einmal mitgespielt hat, kann ELBRRABE werden und erhält das schöne Elbraben-Musiker-Emblem. Für alle Bigband-Musikanten, besonders für die  ELBRABEN, ist das gesamte Treffen gratis.

ENSEMBLESPIEL (BIGBANDTRAINING): Seit 1919 leiten meist Marianne oder bob das Ensemblespiel an. Vorher waren es meist Gesa oder hedo. Sie sorgen für die Zeit des Ensembletrainings für Musikanten, für Noten, Vorspiele, gemeinsames, meist mehrstimmiges, fetziges Musizieren. Die Musikanten sorgen selbst für Instrumente, Stimmen, Notenständer, Sitzplatz. DieMusiker sind allein 1/4 Stunde vor dem Festabend im Tanzsaal. Auf Absprache sorgen sie auch dafür, dass die Mitte des Tanzkreises mit Blumen und Kerzen, Zweigen und Tüchern geschmückt ist. 

ALLSPEEL: Unser Allspeel am Sonnabend-Nachmittag wird von allen Bigbandmusikern und weiteren Klampfenspielern, Ukulelespielern, Rhythmusmusikern gestaltet mit 1,2 Musiken und mit Jahreszeitenliedern und Bundesliedern. Auch dafür gibt es Hefte.  

SCHLUSSRUNDEn-MUSIK: Die Schlussrunde ist das 2.Allspeel mit den Liedern: Wandervogellied, dem Kanon „Wann und wo?“ und einem Wunschlied, meist „Nehmt Abschied, Freunde“.

GASTMUSIKER & GASTGRUPPEN  Manchmal haben wir Spender, die Musiker oder eine Band für uns einladen. Vielleicht für eine Hochzeit, einen runden Geburtstag, eine Pensionierung. Es sind dann Musiker, die richtig die meiste Zeit am gemeinsamen Fest teilnehmen, den Wandervogel und unsere Atmosphäre erfahren und mit ihren Liedern, Musiken, Tänzen darauf eingehen.

535868E8-277D-4BCC-B8E6-4659D0971514_1_105_c.jpeg  Wer so zum Kreis der Elbraben dazu gehört, das Elbrabenemblem der Musikanten und Festfahrer haben möchte und noch nicht hat, kann es bekommen.

MITMACHTANZEN & MITMACHTANZBUCH: Die Elbraben waren wohl die erste Gruppe, die in Deutschland europäische Tänze zum Mitmachtanzen anbot und viele Jahre an Wochenenden Konzerte Mit Machmachtanzaktionen, Tanzmeister und Musik anbot.  Sie haben ein Konzept entwickelt, das sich bis heute seit 40 jahren bewährt. Es gibt ein Buch von Elbraben über das Mitmachtanzen in ganz geringer Auflage, das lange vergriffen ist und nachgedruckt werden kann. Das Mitmachtanzbuch müsste allerdings neu eingetippt und eingescannt werden, da es mit einem alten Comptersystem geschrieben wurde. Es ist aber mit seinen Impulsen, Texten, Tanzbeschreibungen und Noten weiterhin voll aktuell.

MITTSOMMER & MITTWINTER:

R: Zur Hochzeit des Jahres, der kurzen Nacht wird von uns das Sonnenwendfeuer entfacht. Wir denken vorwärts und auch zurück und wünschen uns Freundschaft, Liebe und Glück
1. Wenn Mädchen sich Blumenkränze winden und die Schatten der Nacht durch das Feuer entschwinden, besingen wir die Mittsommernacht mit des Jahres Blumenblütenpracht. 2. Zwischen unserm Feuer und dem Himmelswagen ist von uns der Spannungsbogen zu tragen. Die Lieder erfüllen den Raum und das Herz und streben mit den Rauchschwaden himmelwärts. 3. Wer mitsingen kann, der stimme mit einIn die Liederkette zum Glücklichsein. Wir grüßen die Freunde von Nah und von Fern. Und über uns leuchtet der Toppenstern.  T+M: hedo.   (Melodie anfordern)

WALDWEIHNACHT UND MITTWINTER:

WANDERVOGELMAIEN:

WANDERVOGELERNTE:

WANDERVOGEL-MÄRZENSZEIT

Die Wandervogel-Märzenszeit ist neu dazu gekommen zum gemeinsamen Musizieren beim Allspeel und Singen am Feuer auch neuer Lieder nach langer Winterpause, 

FESTTAFEL: Unsere Festtafel haben wir vom alten Vor-Nazi-Wandervogel übernommen. Sie wussten zu feiern und sahen, dass das Feiern in Familien abnahm-. Deshalb feierten sie die Festtafel, bei der in Freude und Ruhe gespeist wird mit vielen mitgebrachten kulinarischen Genüssen. Seit Nazizeiten hat die Festkultur weiter abgenommen. Es wird im Norden in Familien kaum noch gesungen, auch nur selten bei Festen.  Und die Not in vielen Völkern ist groß. Wir singen, speisen und feiern andächtig und in Freude und die meisten sparen dafür nicht an ausgewählten, herrlichen Speisen, die sie in Freude und plastikfrei präsentieren. wir bilden vorher einen Kreis, singen und ehren die Speisen und Köche, singen zusammen unser „O lio, lio la“ (von Süverkrup) und meist hedo sagt das, was angebracht ist. Neue werden oft aufgenommen und erhalten das Halstuch. Die Tafel wird eröffnet, dann gehen dem Alter nach die Jüngsten zuerst, holen sich ihr Geschirr und das Speisen beginnt in Ruhe mit Genuss. Wir haben es dann gemeinsam so gut gegenüber vielen Menschen auf der Welt. 

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WAS IST EIN FEST? FESTKULTUR? MITMACHFEST? WANDERVOGELFEST? RITUALIEN?

Es ist ein Fest, wenn gefeiert wird, gefeiert am Feuer. Es werden unsere Lieder gesungen und Lieder, die gut bekannt sind. Es wird Musiziert, so dass jeder Musikant mitspielen kann. Es wird vorgetragen von denen, die daran Freude haben. Es werden Tänze getanzt, die schnell erklärt gleich mittanzbar sind. Es wird gespeist an der Festtafel von ausgesucht schönen mitgebrachten Leckereien. Alles wird arrangiert, dass möglichst alle einbezogen sind, beteiligt sind, mitmachen können. Es ist beim Wandervogel ein Mitmachfest und Festkultur. 

Wir sind zumeist ein Älterenbund und hätten gern richtig mehr Jüngere dabei. Und wir gehen das Risiko ein, Menschen, die nicht von jung auf Wandervögel sind oder werden konnten, in unseren Bund aufzunehmen. Wer unsere schönen Feste mag, unsere Lieder und Musiken üben will, und wer zu uns passt, ist willkommen. 

Wir haben uns in den Jahren Gedanken darüber gemacht, wie wir am liebsten feiern und verbessern unsere Feste von Jahr zu Jahr. Jeder kann mitmachen. In unseren Morgenrunden, de, KONVENT und im „Brainstorm“ der Gesprächsrunden kann jeder Vorschläge einbringen und ausprobieren. Was gut ankommt, wird oft gern aufgenommen und vielleicht zu einem Brauch, einem Ritual. Du kannst Dich einbringen. 

LÜTTENMARKER EINZUG

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Wandervogelfahrten und -Treffen. 

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Europa – EU-Entwicklung verständlich gemacht

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SCHWÄCHEN EUROPAS – STÄRKUNG EUROPAS

Europa ist notwendig. In der Weltkonkurrenz kann ein einzelnes Land in Europa nicht mithalten in Bildung, Digitaslisierung, Wirtschaft, neuem Militär mit Länderhilfen, Klimaantworten, Fluchtbewältigung etc.

Die EU ist jedoch zu schwach und brauht dringend eine Erneuerung.  Der gegenwärtige Abstimmungsmodus verhindert und bremst eine vernünftige Weiterentwicklung.

Europa braucht Stärkung und eine Antwort auf undemokratische Tendenzen, besonders in Ungarns Regierung, wo das Wahlvolk entmachtet wurde.

Dafür braucht die EU ein Konzept, das von Christen, Liberalen, Grünen und Sozialen gemeinsam gertragen wird. Da hapert es noch.  Frau von der Leyen hat dafür zu sorgen, dass die bisher verabredeten Kompromisse  im Sinne der Demokratien und der Handlungsfähigkeiten erweitert werden. 

Erstes Gebot ist in Demokratien, dass die Völker frei abstimmen können. (In Ungarn hat Orban eine Regelung eingeführt, die das starkeinschränkt.)

EUROPAUNION

Ich möchte Dir Europa und damit die Europaunion verklickern. Ich weiß, dass viele vor diesem Verwaltungsmonstrum in Brüssel verzweifeln. Vieles läuft ungerecht, kommt nicht vorwärts, wie es bei der schnellen Entwicklung bei der Welt sein müsste, wir blockiert, und jeder Staat sucht seinen Vorteil. Dann siehst Du wieder wie Konzerne, Staaten, Lobbyisten sich Vorteile verschaffen, oder wie Steuerlöcher nicht geschlossen werden, Banken nicht genug reguliert werden und die Eurobank zur Gelddruckmaschine verkommt. Ich bin kein Fachmann, aber vieles ist für jedermann sichtbar.

Europa ist geografisch nicht zu ändern. Die Europaunion ist ein Gebilde, dass in kurzer Zeit zusammengeschustert wurde, um einerseits den Euro einzuführen und andererseits die Länder Europas mehr zusammen zu bringen. Das ist partiell gelungen. Da aber kaum ein Staat Europas gern seine Souveränität aufgegeben hätte, hat man auf eine Wirtschaftseinheit verzichtet, und jedes Land wirtschaftet im Rahmen von Absprachen nach eigenem Gusto. Das führt zu Konflikten innerhalb der EU.

Und wenn es so eine wirtschaftlich und freiheitlich entwickelte Region wie die Länder der EU gibt, dann gibt es Neid und auch die Notwendigkeit, die eigenen Interessen zu vertreten und durchzusetzen. Dazu ist die EU recht schwach. Sie hat nicht einmal ein eigenes Militär. Ich nenne mal die Konflikte, die in und zu Nachbarländern besehen.

  1. Die USA sagt, Amerika first. Die EU hat keine Gegenformel und ist hilflos, kann nur reagieren.
  2. England war egoistisch und ist aus der EU mit dem Brexit ausgetreten. Man dachte, man könnte Freihandel und freien Geldhandel betreiben und gleichzeitig die Vorteile der EU genießen. Ganz geschlagen hat sich die EU nicht gegeben und gekontert und dabei kaum gewonnen.
  3. USA und NATO fordern ein Feindverhalten gegenüber Russland. Die EU muss Sanktionen gegen ihr Nachbarland verhängen, auch wenn es eher an nachbarschaftlich guten Beziehungen interessiert wäre und in vielen Fällen Sanktionen nicht gutheißt.
  4. Die Türkei ist in einer schwierigen Situation zwischen EU einerseits und Asien, Afrika und Islam andererseits. Hin und Her mit Russland, Kampf mit Kurden und Syrien, Streit mit Griechenland, Kontra mit Frankreich und Ägypten in Lybien und auch Konflikte mit Türkengruppen in Deutschland. Erdogan muss sich außenpolitisch profilieren, um innenpolitisch die Mehrheit gegenüber Freiheitlichen zu behalten.
  5. China baut die Seidenstraße, führt Mondflüge durch, baut seine Fabriken aus und konkurriert mit seinem kapitalistischen Kommunismus mit den kapitalistischen Demokratien. Dadurch entstehen viele Konflikte, die in den nächsten Jahren deutlicher werden.
  6. Japan, Korea, Taiwan, Singapur werden beobachtet. Sie haben einige Errungenschaften, die die EU nicht hat. Davon gelernt wird wenig. Der Handel allein kann das nicht richten.
  7. Afrika, Asien, Australien, Südamerika, Arktis und Antarktis sind Regionen, zu denen die deutsche Politik zögert und keine klare Richtung aufzeigt, außer ab und zu ein wenig mahnend den Zeigefinger zu heben.

Außerpolitisch wirkt die EU wie ein zahnloser Tiger, und kann damit ihrem Anspruch nicht gerecht werden, freiheitlich, menschlich, sozial und dynamisch zu den Spitzengruppierungen der Welt zu gehören.

Innenpolitisch ist es noch unklarer, da die einzelnen Nationalitäten nicht nur wirtschaftlich unterschiedlich aufgebaut sind, und die Differenzen sich überschneiden. Die Mentalitäten, Traditionen, Gesetze, Politiker, Parteien, Konzerne, Religionen und Gewerkschaften spielen eine Rolle, die nicht einfach mit einem Federstrich geändert werden kann.

  1. Manche Staaten haben schon 20% oder mehr Einwanderer in den letzten 20 Jahren aufgenommen. Die Integration lief schleppend. Sie wollen nicht mehr aufnehmen, die Bevölkerung bangt um Traditionen, Sprache, Gebräuche, Religion, Vertrautes und um Einkommen.
  2. Andere wieder haben große Reformen mit Verzicht gemacht und denken, nicht so sehr für andere aufkommen zu können, die nicht genug reformiert haben.
  3. Weitere sind reicher, als andere oder haben etwas erwirtschaftet und wollen nicht abgeben.
  4. Rechte will kaum ein Staat abgeben, nicht einmal unter Druck.

Besonders aus innenpolitischen Gründen kommt EU nicht richtig voran und verhält sich nicht wie es für eine Solidargemeinschaft nach Bedenken und Gespräch selbstverständlich sein sollte.  

Ein Vorwärtskommen scheint ausgeschlossen, es sei denn es gelingt, einen ein zeitgemäßes, digitales Quotientenwerk zu schaffen, dass die unterschiedlichen Kulturen, Belastungen und Wirtschaften ermittelt und bewertet, um Ausgleich zu schaffen, wo es nach Willen von Bevölkerungen und Regierungen für die Differenzen abgestimmt werden kann. Die 2. Möglichkeit wäre noch, dass die flexibleren Länder der EU sich zu einer Art Kern-EU zusammenschließen und mit VErträgen und gmeeinsamem Militär Kosten sparen und mehr weltpolitisch agieren.

Deutschland hat sich nach Reformen als Musterschüler entwickelt und verdient mehr, auch auf Kosten der Nachbarländer. Das bedeutet, dass es seine politische Aufgabe ist, nicht von oben herab gegenüber den Nachbarn zu handeln, sondern ausgleichend zu wirken und bei Schwierigkeiten nicht nur mit Krediten zu helfen, sondern am besten mit Nothilfen durch Personal und Material. Diese Hilfen müssen der Bevölkerung plausibel gemacht werden, damit notorische Meckerer nicht ständig ihr Süpplein der Verunsicherung kochen können.

Das gleich gilt für die Entscheidungsstrukturen der EU in Brüssel und Straßburg, damit sie nicht ständig nur als Monstrum wahrgenommen wird.   Wenn das gelingt, brauchen wir im weltweiten Wecheselspiel der Nationen keine Angst zu haben.                                     hedo

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Es gibt viele Aufgaben, nicht nur Wirtschaft und Militär, für die in Europa Konsens, Felxibilitä#tn und fortschrfitt gefunden werden muss.

1. Ersatz für die Lücken, die entstehen, dadurch, dass sich USA und England zurückziehen.

2. Bewältigung der Pandemie

3. Lösung für die wichtigen Klimafragen wie Luft, Boden, Wasser, Wald, fossile Brennstoffe, CO2 etc.

4. Soziale Fragen mit Hartz 4, Einwanderungspolitik, bessere Bildung,mehr für Kinder

5. Arbeitsplätze und Jugendarbeitsplätze oin Europa

6. Überwindung der Schwierigkeiten von Ländern in Europa, die Nachholbedarf haben.

7. Unsere Parteien in Deutschland sind zum Teil noch nicht auf der Höhe der Zeit. Sie müssen möglichst alle über den Tellerrand schauen.

8. Und worüber viel zu wenig gesprochen wird: Die Verwaltungen müssen entschieden verbessert werden.

Bardentreffen CDS, EINLADUNGEN

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CD Bardentreffen 2003 – 2020

Liederauswahl 99 Lieder

von den „Überbündischen Bardentreffen“

Dr. Manfred Nimax

manfred@manfrednimax.de

0241-66789

Es sind oft Lieder und Balladen, die selten gesungen und teils nicht gedruckt wurden. Richtig alte Schätze meist in deutscher Sprache. Sie werden von „Barden“ gesungen, die Lieder lieben und gern vortragen, zumeist mit Gitarre begleitet.

Das Bardensingen finden einmal jährlich im Saarland auf der Zerfer Mühle statt bei Pfadfinderbund Saar. Auf der CDs der Bardentreffen sind einige Lieder, die wirkliche Raritäten sind, teils aus alter Zeit, teils wunderbar eingesungen.

Die Treffen selbst sind ein Erlebnis. Es lohnt sich nach Zerf zu reisen.

BARDENTREFFEN 2019 VON MANNI

Hallo, Ihr lieben Freunde und Freundinnen des Bardensingens! Die neue CD – Bardentreffen 2019 – hat endlich (!) das Licht der Welt erblickt und hofft auf reichlichen Zuspruch, damit die Herstellungskosten wenigstens halbwegs gedeckt werden.

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Wandern & Unterwegssein – wetlweit & in der eigenen Region

WELTWEIT unterwegs zu sein, ist zur Zeit nict ratsam. Es sei denn, ich bereite Fahrten für die Zukunft vor. Wie wir zur Fahrt nach Wiborg in russisch Karelien.Um NaturKultur begreifen zu können, braucht es das Erwandern der eigenen Region.

ZERSIEDELUNG; Wer nur beschaulich durch die Gegen spaziert, hat vielleicht keinen Blick für die Veränderungen der vergangenen 30 Jahre. Zersiedelung, Zäune, Bodenzerstörung und riesige Elektromasten versperren die Wege. Elektromasten lassen sich hier im Norden meist günstig unter die Erde bringen, als Bau und Erhalt der Riesenmasten. Windkrafträder sollte da stehen, wo sie am wenigsten stören. Und wer diese Mängel nicht sieht, der hole sich einen Wandervogel, der die Wanderung führt. Alle Wandervögel sollten sich dafür fit machen, wie es zur NaturKultur gehört. Am besten mit Klampfe, für Baum-, Tier- und Blumenwanderungen.

TANZEN: Auch Anfänger*innen haben dank fachkundiger Tanzanleitung jederzeit die Möglichkeit, mit einzusteigen. Die Teilnahme ist völlig unverbindlich und ohne jede Verpflichtung –  und macht Spaß! Nähere Informationen gibt es über die Mailadresse wandervogel@wandervogel.info

KLAMPFE: Bei uns gibt es gratis Klampfenkurse im Schnellverfahren. 

Joiken und samische Kultur    Gabriele Haef

immer bekannter und ist auch hierzulande jetzt oft zu hören. Die erste Begegnung für manche hierzulande mit diesem samischen Musikstil war aber wohl der Film „Ofelas“, der erste abendfüllende samische Spielfilm (übrigens für einen Oscar nominiert). „Ofelas“ – dieses samische Wort bedeutet Pfadfinder oder Fährtensucher.

In diesem Film war die Stimme von Nils Aslak Valkeapää zu hören. Allerdings: der ganze große Erfolg für den Film blieb in Deutschland aus. Der deutsche Verleih nannte den Film „The Pathfinder“, doch zweimal th in einem Titel, das ist zuviel für deutsche Filmkritiker, die ihn sich lieber gar nicht erst ansahen und ihn wegen des Titels für einen Film über den Vietnamkrieg hielten. In „Ofelas“ bildet Joik die ständige Hintergrundmusik und verschmilzt streckenweise mit der samischen Sprache zu einer ganz eigenen Melodie.

Joiken zu beschreiben, den Gesangsstil, den Nils Aslak Valkeapää erneuert und in alle Welt getragen hat, ist alles andere als einfach.

Wie überhaupt einen Gesangsstil schildern, ohne ihm klangliche Beispiele beifügen zu können? Uralte Gesangsform, besondere Kehlkopftechnik, keine festgelegte Melodiefolge, kein vorgeschriebenes Tempo, hochentwickelte Improvisation, traditionell immer Sologesang, ohne Instrumentalbegleitung, das ist das theoretische Wissen. Wie sich das anhört, kann man sich noch immer nicht vorstellen. Wie lange die Sami schon joiken, wissen wir nicht. Sie haben keine Geschichtsbücher verfasst, hatten einen zyklischen, dem Kreislauf der Natur angepassten Zeitbegriff und lernten Jahreszahlen erst kennen, als sie „zivilisiert“ wurden. Jahrhunderte ist dieser Gesangsstil jedenfalls alt, wenn nicht Jahrtausende.

Männer und Frauen joikten, nicht nur Noaiden, wie manchmal zu lesen ist. Allerdings nicht alle gleich gut, es hat immer berühmte JoikerInnen gegeben und solche, die nur leise in der Sauna joikten.

Die vorhandenen Berichte über Joiken reichen nur wenige Jahrhunderte zurück, bezeichnenderweise ist die erste Erwähnung ein dänisches Gesetz von 1607, das Joiken mit der Todesstrafe belegte. Damals wurde offenbar bei religiösen Zeremonien gejoikt, bei Festen, bei Auseinandersetzungen, aber Joiken erschien auch als das geeignete Mittel, um über die Geschichte der Sami oder der eigenen Sippe zu berichten.

Aufschlussreich ist ein Beispiel, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgezeichnet wurde. Es ging um einen „Sängerkrieg“ zwischen Noaide (der als Vertreter des heidnischen „Barbarentums“ besonders der Verfolgung durch die Kolonialmächte und ihre frommen Missionare ausgesetzt war) und Dieb (Symbol für die Eroberer). Die Noaiden standen in dem Ruf, Rentiere in die Arme der samischen Jäger joiken zu können. Sollte es ihnen da nicht gelingen, auch die fremden Eindringlinge wegzujoiken? Und der Noaide sang: „Scher dich weit weg von hier, dahin, wo du gekommen bist, ich werfe dich weit weg von hier.“

Eine schöne Vorstellung, leider schlug der Versuch fehl. Joikforscher sehen darin einen Grund für den Niedergang der Joikkultur seit dem 19. Jahrhundert. Die Gesellschaft, die diese Kultur entwickelt hatte, gab es nicht mehr, für die neuentstandenen Probleme bot Joiken keine Hilfe, und wer überleben wollte, musste sich der Kultur der norwegischen, schwedischen, finnischen oder russischen Eroberer anpassen, in der es für samische Dinge keinen Platz gab. 

Doch manches überlebte, oft im Verborgenen. So erinnerte sich um 1990 der damals siebenundsiebzig Jahre alte Same Gaebpien Gästa: „Wir Südsami hielten Joik für ausgestorben. Im Norden, wo die Sami in der Mehrheit waren, trotzten sie dem Verbot jahrhundertelang. Im Süden war der Druck stärker. Aber dann stellte sich heraus, dass Joiken überlebt hatte, fast in einem Komazustand. Eine kulturelle Äußerung lässt sich nur schwer durch ein Verbot ersticken, und in meiner Generation kam es immer noch vor, dass die Menschen im Joiken ihre Zuflucht suchten.“ Heute kennen wir vor allem kürzere Personenjoiks oder Tier- und Naturbeschreibungen als Kombination von Wort und Melodie.

Hier ein hübsches kleines Beispiel von Nils Aslak Valkeapää:

  „Der Rentierstier ist so mächtig, sein starkes Halshaar, sein mächtiges Geweih. In der Brunftzeit verspüre ich sonderbaren Neid.“

Diesen Stil also reformierte der samische Dichter Nils Aslak Valkeapää fast im Alleingang (auch wenn er das nie hören wollte und abwehrend auf die vielen Freunde und Kollegen verwies, mit denen er bei immer neuen Projekten zusammenarbeitete) und trug ihn in alle Welt. Seine Aktivitäten brachten ihm nicht von Anfang an nur Lob von Seiten seiner Landsleute ein, Puristen hielten manche seiner Neuerungen für „uneheliche Kinder“, wie er selbst das ausdrückte. Dass der Joiker sich von Synthesizer begleiten ließ, erboste sie ebenso wie ein frecher Text. Und vor beidem schreckte Valkeapää nie zurück:

  „Die Sommersonne scheint, brennt

vom offenen Meer weht ein warmer Wind

ich liege auf dem Rasen, gebe mich dem Sonnenlicht hin und trinke Bier.“

Mit dem Bier wollte er den strengen Laestadianern eins auswischen, die ja jeglichen Alkoholgenuss ablehnen. Die anfängliche Kritik verstummte bald, einerseits, weil die jungen Leute sich von Valkeapääs Beispiel begeistern ließen, andererseits (sagte er mit einem Grinsen): „Weil viele von den alten Tugendwächtern eben jetzt zu alt sind, um noch groß rumzuschreien!“ Wie nachhaltig er das Joiken reformiert und neubelebt hat, hat er selbst nicht mehr erleben dürfen.

1996 wurde Nils Aslak Valkeapää Opfer eines schweren Autounfalls, brauchte mehrere Jahre, um sich einigermaßen von den Folgen dieses Unfalls zu erholen. Im Jahre 2000 teilte er mit, er fühle sich endlich stark genug für einen neuen Anfang, ein CD-Projekt stand als erstes auf dem Programm. Aber vollendet wurde das Werk nie, er hatte seiner noch immer labilen Gesundheit zuviel zugemutet, und 2001 starb Nils Aslak Valkepää im Alter von nur 58 Jahren ganz überraschend an einer Lungenembolie.

In Erinnerung bleibt er als größter Joiker und bedeutendster samischer Dichter seiner Generation, vielleicht sogar aller Zeiten. Und als Wegweiser für eine neue Generation von samischen Joikern und Joikerinnen, die zwar alle versuchen, ihren eigenen Stil zu entwickeln, doch bei allen ist zu hören, daß sie ausgiebig Valkeapää gehört haben.

Zum Einstieg: bei YouTube Nils-Aslak Valkeapää eingeben, es gibt eine Menge zu hören, und am Rand tauchen dann andere Vorschläge zu Joik auf. Weitersuchen!

Und mehr über Sami, Joik und Valkeapää in: 111 Gründe, Norwegen zu lieben, Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf  346 S., 14, 99 www.  https://schwarzkopf-verlag.info/ (GH)

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