Chansons Diverse

Bei unseren Jahreszeitfesten haben wir am Sonnabendabend den Festabend im Rabensaal oft mit Tanz oder auch in der großrn Baladenjurte. Da kannst du Geschichten, Gedichte, Chansons, Musiken, Tänze, Sketch vortragen, oder einfach dabei sein und mitmachen..

Mehrere dieser Chansons sind vertont. Die Melodien sind in den 3 Liderbüchern von hedo (Spurbuchverlag + Folkmagazin)..  Einzelne Liedmelodien sind anforderbar, Außerdem: VERRUCHTE CHANSONS DES WANDERVOGELS – Link


Vergesst nicht, was wahr! 3.3.25 vertont – Gegen Kriege!

Vergesst nicht was wahr, wir krochen zu Kreuze. Vor Adel, Frieden, vor Wohlstand und Geld. Wir wollten Kriege und Tote vergessen und alles Elend auf uns‘rer Welt.

1. Die Kirche verbrannte weise Frauen. Christus hätte das nicht gewollt. Der Klerus versprach den Armen das Amen und hortete Reichtum, Schätze und Gold.

2. Monarchen herrschten von Oben herab in Lügen und falschen Gotteswahn. Der Adel bracht‘ viel Soldaten ins Grab und deichselte Bürger und Untertan.

3. Die Nazis haben dann aufgerüstet. Gehorsam, Krieg und Befehl war’n Gebot. Der Hitler hat sich mit Weisheit gebrüstet und brachte Millionen Not und Tod.

4. Heute nun herrschen die Superreichen. Sie manipulieren Parteien zum Sieg mit Rüstung zu Millionen von Leichen. Wer nicht wie sie will, bekommt den Krieg.

5. Nur wenige gibt‘s, die das merken und sehen, doch immer mehr spüren, woher der Wind weht. Für Menschlichkeit lasst uns zusammen gehen. Vielleicht ist es morgen schon zu spät.

6. Vergesst nicht was wahr. Wir krochen zu Kreuze. Wir wollten nicht sehen, was gut und was schlecht. Jetzt gilt’s miteinander die Zukunft gestalten Und dafür brauchen wir Geld, Macht und Recht. hedo 3.3.25 h


Herr Superreich

1. Gestern fuhr Herr Superreich und wollte immer mehr. War schon reicher als ein Ölscheich, fuhr die Wallstreet hin und her.

2. Und da sah er die Madleine, die ging auch da ab und auf, mit so wunderscheene Beene, fast bis zu dem Nabel rauf.

3. Superreich, der heißt Hans Walter. Der entscheidet schnell und hier. Die ist in ’nem Backfischalter, und er dacht’, die kauf ich mir.

4. Der Mercedes bremst die Rädchen, sanft, wie das son’n Auto kann. Hans hält gerade vor dem Mädchen. Und die schaut den Hansi an.

5. Hansi grüßt sie überschwenglich und kommt ‘raus aus seiner Tür. Spricht sie an amerikanisch: „ Madmoiselle, will you help me?“

6. Die Madleine ist nicht ohne und fragt gleich: „What do you want?“, denkt dabei ob es sich lohne, ist wohl’n superreicher MANN.

7. Hansi zeigt auf seine Zeitung, wird rot und fängt zu stottern an. “Ich suche eine Stadtbegleitung, die New York mir zeigen kann“.

8. Auch Madlein wird blass und blässer und dann rot bis an die Ohr’n. Ich kenne alle Wolkenkratzer, schließlich bin ich hier gebor’n.

9. Hansi sagt, „Das ist ja phantastisch. Tausend täglich, Du bist mein“. Madelein reagiert elastisch und steigt graziös ins Auto ein.

10. Ganz New York liegt ihr zu Füßen. Hansi fühlt sich wie ein Held. Er will mit ihr Lady Liberty grüßen. Er fühlt sich: Ihm gehört die Welt.

11. Die Madleine ist Hansi freundlich und denkt bei sich: Woll‘n wir mal schau’n. Sie wird Hansis Sekretärin und geht mit ihm nach China Town.

12. Drum, ihr Mädchen von den Straßen, trefft ihr mal Prinz superreich, angelt euch den fetten Braten oder lieber, lasst es gleich.


HALLO DUNKELHEIT mit Noten intern für Wandervögel

1. Hallo Dunkelheit mein Freund, ich sprach, als hätte ich geträumt. Obwohl ’ne kühle Brise wehte, in meinem Kopf sich alles dreht. Und ein Gedanke erleuchtete mein Hirn, wie kalter Firm, im dunk’len Klang der Stille.

2. In dunklen Traum mit mir allein saß ich am Weg im Lampenschein, im gelben Schein einer Laterne sucht‘ ich Zärtlichkeit und Wärme. Doch ich ward getroffen vom Blitz durch blend’nen Strahl vom Autolicht. Das blendet lang. Und mir ward bang. Im dunk’len Klang der Stille.

3. Im blendenden Laternenlicht zehntausend Menschen sehe ich, die reden, ohne was zu sagen und nicht zuhör’n,  aber klagen alle Tage, aber geh’n ihr Leben lang in Angst und Bang im dunk’len Klang der Stille.

4. Menschen neigen sich betreten vor dem Neongold und beten, sie schau‘n demütig zu den Sternen, schuften, ohne was zu lernen, nehmen Modebilder statt zu leben an mit Konsumzwang im Neonbann. Im dunk‘len Klang der Stille.

h


Doktor Pille 23.3.26 #155

  1. Doktor Pille aus der Kleinstadt half gern Mensch und Tier, und er kümmert sich besonders um Menschen von Hartz Vier.  Er verschrieb andauernd Pillen, für Patienten gern bereit, brachte so sehr viele Menschen in die Abhängigkeit.

2. Viele kamen jede Woche. Sein Kabuff war ständig voll. Alle brauchten ständig Nachschub für ihr teures Pillenwohl. Dankbar war’n ihm auch die Firmen von der Pharmaindustrie. Die lobt er in hohen Tönen, kritisierte sie fast nie.

3. Doch chinesische Heilkunde war schon lange Zeit sein Feind. Und mit ander’n Facharztspezies kämpft er gegen sie vereint. Pille diente sich so hoch und wurde Pillenreferent. Alle aus der Branche lobten Pille, wie man’s unter Ärzten kennt.

4. Pille wurde so schon Facharzt Oberpillenspezialist und Professor, wie’s in uns’rer Lobgesellschaft heute gang und gäbe ist. Pille folgt seiner Bestimmung, was besonders gut ihm tut, und er gründet für Deutschland Pilles Pilleninstitut.

5. Die Pharmatologen machten ihn zum Oberpillenscheich. Dadurch war Professor Pille angesehen und in kurzer Zeit schwer reich. Pille kaufte Pharmaaktien und verkauft sie gut und fair. Dadurch wurd‘ er in zwei Jahren schon zum Multimillionär.

7. Pille schrieb ein Medizinbuch, das machte ihn weltbekannt. Und so ward er bald drauf zum Gesundheitspapst ernannt. Er erschuf für läng’res Leben rote Pill’n aus Nikotin und erhielt den Nobelpreis für die Pillenmedizin.


HEIKO WINZIG

1.Heiko Winzig ist einssechzig, saß allein auf seinem Klo, und er dachte an Roswitha, seine Liebe irgendwo, die ihn einst allein gelassen auf der ersten Hochzeitsreis‘, da ihr Winzig nicht genügte, was oft Grund ist, wie man weiß.

2.Heiko, der war sehr erschrocken, denn das war für ihn kein Grund, denn im Küssen war er Meister mit der Nas‘ und mit dem Mund. Doch er heulte seinen Jammer ins Klo und auch ins Bettchen aus und blieb mehr als vierzehn Tage ohne Einkaufen zu Haus.

3.Trocken Brot und etwas Käse, sonst war er für sich allein. Er hielt durch total verbissen, niemand ließ er zu sich rein. Auch Roswitha schlug er sich aus dem Kopf und aus dem Sinn. Reisen müssen Reisende. Sie zu halten hat nicht Sinn.

4.Nach zwei Wochen auf dem Klo fühlt er sich wieder fit und frei. Ging erneut auf Frauenpiste, traf sofort Roswitha zwei. Heiko steht auf solche Frauen. Alles sonst war ihm egal. Liebe ließ ihn Fehler machen, ein zweites und ein drittes Mal.


Männerfang 12.5.25 #29

1. Es war einmal ein wunderschönes Mädchen, das wollte gerne in die große Stadt, da man da viel Parties und Fußballprofis hat. Lalalalala

2. Sie kauft sich hohe Hackenschuhe und schminkte sich die Beine braun. Smit Minirock und Herzenslachen war sie köstlich anzuschau’n.

3. Sie kauft ‚ne Promi-Eintrittskarte für das Stadion, Reihe zwei. Man ließ sie nicht in die Kabine. Und schon war das das Spiel vorbei.

4. Hundert Euro kost’ ‚ne Karte. Ausgegeben war‘n die leicht. Doch sie hat bei Fußballprofis nicht das Mindeste erreicht.

5. D’rum, Mädchen, lasst euch raten, braucht ihr einen lieben Mann, kauf euch keine Fußballkarten, sondern lächelt einen an.


LISETTE, DIE CHARMANTE TOILETTENFRAU – vertont

  1. Man nennt mich Lisette der Toilette, man sagt auch, ich bin nicht ganz schlau. Schau‘ nicht so blöd, denn jeder braucht Arbeit, und ich bin Toilettenfrau. Bin nicht bös und nicht blöd, höchstens etwas komisch, komme schließlich vom Boizeknie. Im Kiez gibt es Arbeit, statt im Kaff und im Kuhstall, und langweilig wird es hier nie.

2. Meine Kittelschürze ist Desinfektion, und die Klos sind mein Revier.
Männer und Frauen bekommen das Gleiche –
fünf Blättchen Toilettenpapier. Wenn Du gehst, sei ein Schatz und leg etwas Kleingeld und 2 Zigaretten mitmang auf den Tisch an der Treppe, denn es ist noch früh, und die Nacht wird heut‘ wieder lang.

Dann dankt Dir die Lisette, Lisette – Madame Toilette

3. Ich kenn alle Dirnen, die brauchen schnell ‚ne „Linie“, sie ham ja nix im Tee. Die rote Georgette, schenkt mir manchmal ‘ne Tüte reinsten Afghaner Schnee. So lässt es sich leben, ’s gibt nix umsonst, mit Schnee und sonst nix in der Hos‘. Gepuderte Nase hilft gegen den Rotz.  Und ich fühl‘ mich wie die Könjin der Klos.

4. Ich kenne die Sniffer und die Kiffer, etwas an ihnen glänzt rot
haben Augen wie durchgeknallte Akkus
und sind dabei bleich wie der Tod. Mit dem „Stoff“ lässt sich‘s leben, wir lassen es rocken und rollen, mit dem grünen Marokker. Ich dreh beste Joints, so wie ich halt bin, hol ich so manchen vom Hocker.

Dann freut sich die Lisette, Lisette – Madame Toilette.

5. Bei mir herrscht Ordnung und Anstand muss sein, und ich schaue auf Sauberkeit. Kommt einer frech, dann lernt er mich kennen, so ein Kerl ist nicht gescheit. Heilandsvize, da bist Du an die Falsche geraten, du Mistkerl kommst mir gerade recht, jetzt mach, dass Du wegkommst, zum Donnerwetter, bevor Lisette wird frech.

6. Auch besoff‘ne Kerle, hau ich so in die Pfanne. Mit‘n Tonfall ganz ohn‘ Emotion, und auch Glatzköpfe spenden mir gerne einen und sind brav wie zur Konfirmation,

Ja so wettert die Lisette, Lisette – Madame Toilette.

7.Je später die Stunde, so besoff‘ner die Gäste, dann pinkeln sie umso mehr, was soll man sagen zum Tisch im Keller kommt immer Geld auf den Teller.Ist endlich die Kellernacht bald zu Ende. Und es stimmen Trinkgeld und Moos, dann schließe ich meinen goldenen Laden, mit viel Abfall im Eimer, desinfizier‘ die Klos.

8. Mit müden Beinen, die nicht mehr wollen geht dann endlich die Lisette nach Haus. Und mit ihrem Chanson vom nächtlichen Leben und ihrem Charme ist es aus.

Ja dann singt die Lisette, Lisette – Madame Toilette.

Hochdeutsche Nachdichtung:  hedo 16.9.18  Autor auf Bayerisch unbekannt. Siehe hier in der Suche unter dem Titel


Zwei Ameisen

Zwei Ameisen saßen auf dem Klo. Sie wischten sich gerade den Popo. Doch sie fanden keinen Abzugshebel, drum saßen sie beide im Doppelklo-Nebel.

2. Zwei Ameisen fuhr’n mit dem Alsterschiff doch sie hatte nicht die Dünung im Griff. Da kriegten sei beide ‚nen gischtigen Kübel und nebenbei ward ihnen kotterig übel.

3. Zwei Ameisen fern von der Waterkant warn Ebbe und Flut ziemlich unbekannt. Sie setzten ihre flatternden Segel und kam’n nach Geesthacht, anstatt nach Wedel.

4. Zwei Ameisen wurden im Bett erst bekannt, da gingen sie schon aufs Standesamt. Sie wollten beide :nen Heiratsschein, doch wohnen sie weiterhin lieber allein.

5.Zwei Ameisen gingen auf die Reeperbahn und machten beim Tanzen die Männer an. Dann nach Sankt Georg auf die Wander und landeten im Miteinander.

6. Zwei Ameisen mochten nicht mehr im Haufen leben. Drum verabschiedeten sie sich mit Gottes Segen. Australien war auch ihnen zu weit, drum wanderten sie nach Lüdenscheid.

7. In Lüdenscheid hab‘n sie ‘ne dritte getroffen und zu Dritt sich etwas zu viel besoffen. Dann stiefelten die Drei ins Paradies, in die alte Freiheit und ins schöne Paris.


Annonce

Ne Frau gab ne Annonce auf, auf einen Brief, da schrieb sie drauf: Sie sei alleine und ohne Kinder, und es ist so kalt in diesem Winter.

2. Das lasen die Männer zu Haufen und taten sich einen ausraufen. Doch um die Frau unter zu buttern schrieb einer, ich will Dich bemuttern.

3. Doch die Frau, die roch den Bratern aus den vielen Inseraten. Und sie suchte sich weiter den Einen zum Kuscheln und Schlafen und Weinen.

4. Zum Pistengeh’n und zu Gesprächen, um sich an den and’ren zu rächen. Sie suchte die Männer nur zu ihrem Nutzen, und sie der Reihe nach zu verputzen.

5. Die Männer standen dann traurig im Regen und fühlten sich nicht mehr überlegen. Die Frau holte sich schon den nächsten aufs Zimmer und lebt seitdem glücklich und grämt sich nimmer.

6. Eine Frau, die weiß, wie die Hasen laufen, wenn sie flott ist, hat immer neu Auswahl zu Haufen. Drum achtet drauf, ihr alten Knaben, dass Frauen immer den Vortritt haben.


31.3.25 Die Maus

Die Maus versucht das Herz zu langen. Sie rennt schnell, um es einzufangen. Doch das gelingt ihr nur im Traum. Kein Wunder, Träume sind meist Schaum, erweisen sich nach kurzer Zeit nur eventuell als Gelegenheit. D‘rum bleibe deiner Realität, denn dafür ist es nie zu spät. Und ist ‘ne Tür zu, kannst Du hoffen, fast immer steht immer ein Fenster offen.


Der Nöck – mit Melodie – frei aus Schweden

1. Der Nöck in seinen tiefen Wassern singt sein altes Liebeslied, dass jeden, der es klingen hört, hinab zu ihm in die Tiefe zieht. Keiner ihm widerstehen kann, ob Alt oder Jung, ob Frau oder Mann. Huldrigadei und Huldrigadann.

2. Im alten Punkpunkelschloss tief unterm See, da klingt die Harfenmusik der Fee. Um Elfuhrelf zum Harfenklang tanzt alles bei Vollmond am Ufer entlang. Und jeder, der das hört oder sieht tanzt mit um den See oder er flieht, bevor es ihn in die Tiefe zieht Huldrigadei und Huldrigadi.


Irene Migräne. 12.7.24. 116

Irene war ‚ne Hyäne mit wunnerscheene Beene. Ich liebte sie janz aleene. Doch sie liebte die Hygiene. Bei mir hat se immer Migräne. Und ihr Liebster war eine Däne.


Die Zauberin 2 UKRAINE – 21.3.24

1. Maruschka Aljuschka war uns ist die größte Zauberin am Don. Sie hat von Mütterchen Wolga gelernt und kehrte zu ihren Kosaken am Don zurü+ck, um ihrer Ukraine Glück und Zukunft, Korn und Kinder zu schenken.

2. Ihr Liebster, der kleine und blitzgescheite Pjortr Donetzky, war ihr zu oft mit seinen Pferden und bei Gelagen unterwegs, so dass er ihr fehlte, sie nicht genug umsorgte, nicht nach ihrer Pfeife tanzte.

3. Also beschloss sie, ihn in ein Lamm oder in einen Hofhund zu verwandeln Sie probierte immer wieder, aber seltsamerweise wirkten alle ihre Zaubersprüche nicht. Wie es oft bei Zauberern ist, merken sie nicht, wenn andere auch zaubern können. Dies ist wie eine Betriebsblindheit.

4. Pjotr Donetzki hatte seine Sprüche vom großen Vater Don gelernt mit der Vorgabe, sie selten und nur gezielt einzusetzen. Dann aber, als er merkte, dass ihm immer wieder Pfoten wachsen wollten, wehrte er sich mit seinem Zauber.

5. Maruschka spürte das, wunderte sich, war verletzt. Kurz bevor sie zu Stein wurde – Was ihr noch nie passiert war, floh sie in ihre Gruft im alten Zuhaus von Väterchen Don, ihrer Heimat.

6. Zu Hause holte sie Klugheit aus ihrer schachte. Sie zählte: Don, Pjotr, Maruschka, das sind Drei und drei ist stark und ihre Glückszahl, viel mehr, als alle Kosaken, als Lamm und Hund und Zaubersprüche.

7. Wenn die Drei zusammenhalten mit ihrer Kraft, ihrem Zauber, ihrer Wahrheit und ihrer Liebe, dann sind sie kaum zu schlagen, dann wird das Glück ihnen hold sein.

8. Als Pjortr auch nachgedacht hatte, kam er vorbeigeritten, um das übliche, heilige Wässerchen der Gastfreundschaft. Und als die beiden angestoßen und getrunken hatten, waren sie bald wie eins! Sie waren wieder vertraut und stark und zusammen mit ihrem Don, ihrer Ukraine, stark zu Dritt.


Die Zauberin 1

1. Die Zauberin wollte ihren Liebsten in ein Lamm verwandeln. Als ihr das nicht gelang, merkte sie, dass ihr Liebster selbst zaubern konnte und Gegenzaubersprüche kannte.

2. Da grämte die Zauberin sich, erstarrte und wurde zu Stein, floh aber kurz davor. In ihrer Gruft dachte sie darüber nach und erkannte, dass alles viel lieber, schöner, wäre, wenn beide Zauber zusammen doppelt so stark würden. Das kam dem nahe, was manche Liebe nennen.


Nemoj Kate 20.6.2014 Märchen zum Tanz

Die Großmutter war frühreif und wurde schwanger, bevor sie ihre Lehre fertig hatte. Der Junge heiratete sie nicht. Sie war erst 16 , als sie eine Tochter bekam. Viele Jahre war sie besorgt, dass es ihrer Tochter ähnlich gehnen möge und sagte oft: Tu es nicht, Katie, nemoj kate.

Die Tochter aber war natürlich ebenso frühreif und früh verliebt, wurde sie früh schwanger und ihrer Geliebter verließ sie. Auch sie hatte ihre Lehre nicht fertig und bekam eine Tochter. Das „Nemoj Kate“ ihrer Mutter hatte nix genutzt, aber dennoch sagte auch sie zu ihrer frühreifen Tochter: Nemoj kate.

Auch Katie war mit 15 verliebt, voll entwickelt, wunderhübsch. Sie hatte einen lockig-lieben, st¸rmischen Liebsten mit schwarzen, blitzenden Augen. Wie sollte sie widerstehen? Ihre Mutter, ihre Oma und Salle sagte „Nemoj Kate“. Zwar hatte sie das Abi noch nicht im Ärmel und in der Schultasche, aber im Unterschied zu Mutti und Omi hatte sie darin die Pillen.

Und als auch ihr Liebster, der Student, sagte: Nemoj Kate, erst das Abi. Da sagte Katie: „Ich will die Jugend genießen, die Nächte am Strand mit Feuer und Tanz.“ Ich nehm‘ die Pille, das ist der Unterschied, ich lebe heute und habe die Freiheit und möchte lieben, ohne unterdrückt zu sein.


Nemoj, nemoj – Roma-Tanz – vertont

  1. Nemoj, nemoj, nemoj Kati, du bist jung und darfst dich nicht verlieben. Nemoj, nemoj, nemoj kate, doch du hast dich zu früh entschieden. Du warst schwanger, kriegst eine Baby, kriegst keine Arbeit, wirst keine Lady. ||: Wenn in Nächten Mädchen lachen, musst du zu Hause sitzen, und beim Kindchen wachen. :||

2. Nemoj… Kannst du die Lieben nicht verschieben nemoj…. kannst du nicht aufhör‘n mit dem Lieben Deine Omas war im Dorf Dreck und Deine Mutter musste von zu Hause weg. ||: Wenn in den Nächten Mädchen lachen, mussten sie für andere Drecksrarbeit machen. :||

3. Nemoj ….. du kannst Dir noch ’nen Ehemann suchen nemoj…. und backst ihm ‘nen Geburtstagskuchen. Du nimmst die Pille, kriegst noch kein Baby, Du studierst, und wirst trotzdem ‘ne Lady. ||: Wenn in den Nächten die Mädchen wachen, kannst Du lernen, lieben und lachen. :||


Fluck 2, ( Fluck 1 Geburtstagslied – Text von Jürgen Leo, – vertont) 

1. Fluck, Fluckerinchen ist ein Drachen – Apfelsinchen. Sie kommt aus der Uckermark und liebt den leckeren Zuckerquark.

2. Am liebsten will sie Zaubersachen mit ihrem Liebsten Flucker machen, der ist weg und spuckt grad Feuer, braucht er viel Holz, und das is teuer.

3. Flucki fliegt jetzt in die Stadt, wo sie viel zu kaufen hat, denn Fluck der hat Geburtstag morgen. Dafür will sie was besorgen.

4. Doch erstmal fliegt sie nach Hagenbeck und holt sich da nen Affen weg. Gemeinsam fliegen sie nach Berlin, sie müssen sich erstmal was verdien.

5. Sie machen eine Zirkusschau mit Affentanz und und Drachenradau.

Flucki spielt eine großeGiraffen und auf ihr reitet der Hagenbeck-Affe.

6. Viele Leute kommen gelaufen und müssen Eintrittskarten kaufen. Kinder stehen auf Zehenspitzen. Die Alten können auf Hosen sitzen.

7. Flucki hat gut was eingenommen. Es ist viel in die Kasse gekommen. Sie kaufen bei Waldi und fliegen nach Kiel, wo der Flucker Geburtstag feiern will.

8. Es wird nämlich in der Ostsee gebadet, Da wird man noch sauber, was meistens nicht schadet. Und dann kommt endlich das Allerbeste. Sie feiern zusammen zwei Neptunfeste


8.3.25

Affenfrau

1. Eine kleine Affenfrau sitzt bei mir am Bett.Sie lächelt, und sie kratzt sich nicht.Sie lächelt und ist zu mir nett. ??????

2. Sie sitzt beimir und lacht mich an,mag gerne bei mir sein.Sie leistet mir Gesellschaft,und ich bin nicht allein.

3. Die Affenfrau, die meckert nichtund macht auch keinen Zoff,ist immer freundlich, redet nicht,ist leider nur aus Stoff.


Prinz Superreich –  Ballade 5.3.25 – Seite 86

1. Gestern fuhr Herr Superreich und wollte immer meh.War schon reicher als ein Ölkscheich,fuhr die Wallstreet hin und her.

2. Und da sah er die Madlene,die ging auch da ab und auf, mit so wunderscheene Beene,fast bis zu dem Nabel rauf.

3. Superreicdh heißt Hans WalteröDer entscheidet schnell und hier. Die ist in n’nem Backfischalter, und er dacht’ die kauf ich mir.

4. Der Mercedes bremst die Rädchen,sanft, wie das son’N AUTO KANN.Er hält gerade vor dem Mächen.Und die schaut den Hansi an.

5. Hansi grüßt sie überschwenglich und kommt raus aus seiner Tür.Spricht sie an mit gutem Englisch:Madmoiselle, will you help me?

6. Die Madlene ist nicht ohne und fragt gleich: What do you want?,

denkt dabeik ob es sich lohntist wohl’n superreicher MANN.

7. HANSI ZEIGT AUF SEINE ZEITUNG,WIRD ROT UND FÄNGT ZU STOTTERN AN. ICH SUCHE EINE STADTBEGLEITUNG, DIE NEW YORK MIR ZEIGEN KANN.

8. Auch Madlen wird blass und blässer und dann rot bis an die Ohr’n. Ich kenne alle Wolkenkratzer, schließlich bin ich hier begor’n.

9 Hans sagt: Das ist ja phantastisch. Tausend täglich, Du bist mein. Madeleine reagiert elastisch und steigt graziös ins Auto ein.

11. Ganz New York liegt ihm zu Füßen.Hansi fühlt sich wie ein Held.Er will Lady Liberty grüßen.Er fühlt sich: Ihm gehört die Welt.

12. Die Madlein ist Hansi freundlich und denkt bei sich: Woll’n wir mal schau’n. Sie wird Hansis Sekretärin und geht mit ihm nach China Town.

14. Drum, ihr Mädchen von den Straßen, trefft ihr mal Prinz Superreich, angelt euch den fetten Braten oder lieber, lasst es gleich.


19.2.25 72

Klein Erna

1.Klein Erna ist mit auf Fahrt gegangen, weil die so schöne Lieder sangen. Ein Wandervogellied, wie es nichts Schön’res gibt. Sie wandert in Hosen und pflückt die Rosen.Sie geht jeden Freitag auf Fahrt und wünscht sich ’nen Freund mit ’nem Bart.

2. Klein Erna fähnrt ‚Äraus mit Mädchen und Jungen.Und sie haben wieder was Schönes gesungen.Sie wandert immer mit n’ner Gruppe und kocht ihnen leckere Erbsensuppe.

3. Klein Erna ist noch ungebunden.Sie hat noch keinen Freund gefunden.Sie sucht nach dem Schönsten mit Bart.Mit dem will sie dann auf Fahrt.,

19.2.25 – 70

Max und Moritz

1. Max und Moritz gehen auf Fahrt.Sie sind noch klein und werden gekarrt.

2. Sie rennen herum und schnaufen, husten.Sie trampeln, schnaufen, rufen und pusten.

3. Sie freu’n sich. Es ist wunderbar.Sie sind unterwegs und wieder auf Fahrt.

4. Sie wandern, hüpfen mit Gezeter und sind schon hoch, über ‚nen Meter.

5. Und sind dabei schon ziemlich zünftig.Schließlich sind sich schon über einsfünfzig

6. Sie rangeln sich mit Strärke und Härte und kriegen schon kleine spitze Bärte.