NIKOLAUSFEST WALDWEIHNACHTEN 4.-7. 12. 25 Lüttenmarker Weihnachtslinks Winter -+ Weihnachtslieder + -Geschichten

WINTERTREFFEN – WINTERMUSIZIEREN – WINTERSINGEN – NIKOLAUSFEST MIUT FRAU HOLLE + WALDWEIHNACHT

Wir feiern mit 50 Kerzen das 25.te Wintertreffen mit Waldweihnacht auf dem Rabenhof und verbringen das Treffen zum Teil im großen Wohnzimmer des Rabenhofes.

Es soll lustig werden, mit sehr gutem Tschai / Punsch, für die, die über Nacht hier sind. Ich gebe ihn aus. Am Sonnabend gibt es für die Kruzteilnehmer einen Babytschai, damit sie Auto fahren können. -Es haben sich bisher sieben angemeldet.

Waldweihnacht 

Seit 25 Jahren feiern wir Jahreszeitenfeste. Die Waldweihnacht im Wald und im gemütlichen Rabenhof mit schai und vielen Liedern und Kerzen im Kaminzimmer hat besonderen Wert.

Datum ist meist der 1.Sonnabend im Dezember, Treffen schon ab Donnerstag bis Sonntag.Gute Übernachtungsmöglichkeiten

Die Waldweihnachtslieder sind Lieder der Natur, der Hoffnung auf Frieden, Frühling, Hoffnung. Das gemeinsame Musizieren und Vorbereiten passt gut dazu.

Im Wandervogel wird seit über 100 Jahren Waldweihnacht gefeiert.


Wünschst Du, dass wir am Donnerstagabend grillen und am Freitagmittag gemeinsam kochen? Und dass wir am Sonnabendmorgen tanzen?

Es gibt ein großes Weihnachtssingen der bekannten Lieder und dazu ein kleines Heft, schöner neuer Weihnachtslieder, für die, die Donnerstag schon kommen zum Singen und Musizieren am Freitag.

Außerdem geht Freitag ein Fahrt und Wanderung zu unserer beliebten Elfenwiese am Grenzstreifen und Grünen Band.

Es gibt unser NEUES auf unserem Blog www.wandervogel.info stets die neusten Infos.

Wer sich frühzeitig meldet, kann einen Bettenplatz bekommen. Näheres unter ANMELDUNG

Für Tagesgäste haben wir nur bis zu 10 Plätze frei. Deshalb ist frühzeitige Meldung notwendig. FürMusikanten gibt es zusätzliche Plätze.

Das Wintertreffen ist begrenzt auf 20 Teilnehmer. Auch für Übernachter ist frühzeitige Meldung erbeten und wegen der Teilnehmerbegrenzung ratsam.

SCHMUCK: Wir schmücken das große Kaminzimmer in der Wohnung mitvieloenKerzen und Tannengrün und unseren großen Weihnachtstischdecken.

FESTTAFEL: Am festlichen Weihnachtstisch gibt es nach der Rückkehr aus dem Wald die Festtafel von herrlichen mitgebrachten Leckereien.

Und dann anschließend ein paarkleine Geschichten, Gedichte und viele Lieder.

Traditionell ist unsere Waldweihnacht mit Liedern und der Weihnacht im Wald naturbezogen und nicht nur christlich kirchlich.

Damit haben wir mit Elbraben und Wandervogel seit vielen Jahren eine eigene kleine Weihnachtskultur entwickelt.

Wir schmücken die Tanne im Wald mit Kerzen, Äpfeln und Möhren.

Und singen draußen bekannte, schöne Hirten- und Marienlieder z. B.:  Es ist für uns eine Zeit angekommen, Maria durch ein Dornwald ging, O Tannenbaum, du trägst viel grüne Zweig, O du stille Zeit, Es saß ein klein wild Vögelein, O Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter, Dona nobis, Jeder Teil dieser Erde, Es ist ein Ros entsprungen,  Ihr Kinderlein kommet, Auf dem Berge, da wehet der Wind, Haben Engel wir vernommen, Lasst uns zu der Tanne geh’n, Wir wollen zu Land ausfahren,

und wir schreiten den Baumtanz um die Tanne- deutsch,

Und drinnen schlage ich ab Freitag vor: Weißer Winter und wir wandern (Bajuschki), Tal und Hügel sind verschneit, Zwei kleine Wölfe geh’n des Nachts im Dunkeln, Durch den grauen Winter Hellas, Heut ist ein Sternlein vom Himmel gefallen, Gehen wir im Wald spazieren, Durch den Winterwald (Jingle Bells), Dat Johr geit to End, wenn Wiehnachten is, Kleine Meise, kleine Meise, Meerstern ich dich grüße, Över de stillen Straten, Wenn der Abend naht ganz sacht und leis, Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen, Ich schenk‘ dir lieber einen Teddybär, das ist besser, als ein Schießgewehr

Wer Lieder und Noten vorher haben möchte, dem schicke ich sie zu.

Bei derAnmeldung bitte angeben, was Du zur Festtafel mitbringst.

Anmeldeschluss: 15. 11.25


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VERGESST NICHT WAS WAHR!

Vergesst nicht was wahr! Wir krochen zu Kreuze vor Adel, Frieden, vor Wohlstand und Geld. Wir wollten Kriege und Tote vergessen und alles Elend auf uns‘rer Welt.

  1. Die Kirche verbrannte weise Frauen.Christus hätte das nicht gewollt.Der Klerus versprach den Armen das Amen und hortete Reichtum, Schätze und Gold.
  2. Monarchen herrschten von Oben herab in Lügen und falschen Gotteswahn. Der Adel bracht‘ viel Soldaten ins Grab und deichselte Bürger und Untertan.
  3. Die Nazis haben dann aufgerüstet. Gehorsam, Krieg und Befehl war’n Gebot. Der Hitler hat sich mit Weisheit gebrüstet und brachte Millionen Not und Tod.
  4. Heute nun herrschen Superreiche. Sie manipulieren Parteien zum Sieg mit Rüstung zu Millionen von Leichen. Wer nicht wie sie will, bekommt den Krieg.
  5. Nur wenige gibt‘s, die das merken und sehen, doch immer mehr spüren, woher der Wind weht. Für Menschlichkeit lasst uns zusammen gehen. Vielleicht ist es morgen schon zu spät.
  6. Vergesst nicht was wahr. Wir krochen zu Kreuze. Wir wollten nicht sehen, was gut und was schlecht. Jetzt gilt’s miteinander die Zukunft gestalten und dafür brauchen wir Geld, Macht und Recht.

3.3.25 hedo Dieses Gedicht braucht eine überzeugende Vertonung. Wer macht sie und schickt sie an den Wandervogel?


Geschichte vom weißen Winter.

Als ich klein war, lag zu jedem Winter hoher Schnee. Ich war ein winziger Weihnachtsvogel, dünn und verfroren. Wenn unsere Familie am zweiten Weihnachtstag mit unserem Vorkriegsauto in den Wald fuhr, und wir dann im Schummern zu unserer Tanne durch den tierverschneiten stapften, war ein leises Frösteln und Schauern in mir. Wenn ich in die Fußstapfen meines Vaters stapfte, wurde es besser. Dann war plötzlich die strahlende Tanne da, besteckt mit einer Laterne und darüber tausend Sterne. Ich war verzaubert und konnte nicht sprechen. Als wir dann sangen – „O Tannenbaum, du trägst ein grünen Zweig“, „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Es ist ein Roos entsprungen“, hat sich in mir etwas aufgetan. Ich war klein und verliebt. Ich liebte dieses Singen. Seither sind Lieder für mich ein Teil von mir. Ein wundervoller Schatz mit Wurzeln und Trieben vom Tannenbaum im Wald. Die alten, schönsten Weihnachtslieder, die Lieder von stolzen Bäumen. Wohl deshalb singe ich so gern und sehne mich nach Schnee, nach Frieden, nach Weihnachten unter Sternen. Auch das ist ein Stück Heimat tief im Herzen. Und es war immer eine Andacht vor den Sternen für die Ahnen und für alle, die in Kriegen gelitten haben.

hedo 


 100 JAHRE WALDWEIHNACHT

Unsere Familie ein skurriler Haufen, mütterlich- wie väterlichseits seit über 100 Jahren mit dem Wandervogel verbandelt. Leider wurde viel zu wenig von ihrer Zeit bis zur Vertreibung 1918 nach Hamburg gesprochen und was an Material übrig blieb, ist 1943 bei Hamburgs Zerstörung verbrannt. Von der Mutter her stammt die Familie Warmbier aus Posen, ehemals Leibeigene, teils Juden seit 200 Jahren evangelisch von der deutschen Minderheit dort und aus Dithmarschen Familie Ehlers, Bauern und Tagelöhner. Mein Großvater, Wilhelm Warmbier war schon um 1900 in Bromberg und Posen im Wandervogel

Ein altes Notenheft meines Großvaters ist im Wandervogelarchiv auf dem Rabenhof in Lüttenmark erhalten. Erspielte Geige und komponierte schon in jungen Jahren Volkstanzmelodien – Walzer und Polkas. Ein junger Lehrer in Posen brachte den Wandervogel aus Berlin mit und leitete eine Gruppe, in der mein Großvater war. Nach seiner Schlosserlehre kam er nach Dithmarschen zum Bau der großen Eisenbahnbrücke über den Kanal in Hochdonn und bekam so die Chance Bahnbeamter zu werden.

Väterlicherseits wurde mein Großvater Luis Holland in Thüringen als Findelkind vor der Tür von Webern abgelegt und von ihnen aufgezogen. Nur der Name Holland blieb. Er wurde dann nach seiner Wanderschaft Schuhmacher und machte sich in Hamburg-Barmbek selbständig. Er war Mitbegründer der SPD. Meine Großmutter, Ottilie, geborene Rose, kam aus einer Familie mit Zigeunervorfahren. Sie wohnte in der Schmalenbeker Straße im Keller, wollten in die USA auswandern, es kamen aber fünf Kinder. Eins starb 1892 an der Cholera. Meiner Großeltern verbrannten 1942 bei der Zerstörung Hamburgs.

Mein Vater war dann in Hamburg-Barmbek im Wandervogel, der von Detlef Hildebrandt und Pastor Wilhelm Kießling gegründet und geleitet wurde. Es war ein Arbeiterwandervogel, in dem viel gesungen wurde. Mein Vater, Arthur Holland, spielte Querflöte und hatte eine große Sammlung von Fotos und Fahrtenbüchern, die auch 1943 bei der Zerstörung Hamburgs verbrannte. Er hatte sich als kaufmännischer Handelsvertreter selbständig gemacht, und als ich klein war, wurden meine Eltern etwas wohlhabend und kauften sich 1939 schon ein Auto, ein Hauskauf war geplant. Meine Vater war damals 48 Jahre alt und wurde zur Polizei eingezogen, kam nach Polen, protestierte 1943 gegen Gefangenenbehandlung und kam ins Gefängnis, fälschte einen Arierpass und ihm wurde nahegelegt, in die Nazipartei einzutreten und mich 1942 ins SS-Internat nach Seesen im Harz zu schicken von dem ich 1945 floh, während die meisten der ca. 800 Jungen an der Panzerfaust ausgebildet wurden.

Mein Vater kam gebrochen aus Polen zurück, und wir lebten nach dem Krieg 1945 in einem kleinen selbstgebauten Einzimmerhaus in Barmbek inmitten von Trümmern. Bis kurz vor seinem Tod inszenierte mein Vater eine große Wandergruppe, in der neben vielen alten Freunden auch Gustav Schmidt, der Vater von Helmut Schmidt war.

Kilometerweit waren bei uns in Barmbeks Zentrum nur Ruinen. in der Nähe standen kaum bewohnbare Häuser. Zum Glück stand das Gymnasium Uhlenhorst-Barmbek in der Osterbek-Straße in der Nähe, auf das ich 1945 als Zwölfjähriger kam.

Für mich gründete meine Vater mit Klassenkameraden von mir und mit Jungs aus der Umgebung eine Wandervogelgruppe. Seine Wandervogelfreunde unterstützten ihn, besonders Carl Martens, Schulleiter in der Von-Essen-Straße und Hans-Heinrich-Muchow, der durch Rowohlt-Bücher bekannt wurde. Binnen einen halben Jahres waren wir an 40 oder fast 50 Jungs in Barmbek. Longus (Gerhard Wagner) und Rudi (Rudolf Salinger) übernahmen teile der Riesengruppe Ich bekam eine Mark Taschengeld in der Woche und sparte mir davon von von Geburtstagsgeldern aus der Familie ein Fahrrad.

Drei Jahre war ich bei Rudi in der Gruppe . Wir machten wir Fahrradfahrten bis nach Bayern, hatten wöchentlich Gruppenabende und führten ein Theaterstück „Peter Squenz“ auf. Unsere Gruppe schloss sich dem Jungenbund an, der später einer der Gründungsbünde der Gefährtenschaft wurde.

1948 als Fünfzehnjähriger gründete ich selbst eine Horte mit Jüngeren, die ich zu den Fahrenden Gesellen brachte. Die Horte führte ich zehn Jahre und gab von tusk inspiriert die Jungenschaftszeitschrift „briefe“ heraus. Dann verließ ich den Bund, schloss mich der Freischar an, lernte viel von doc (Dr. Fritz Krapp) und gründete später, etwa 1978 als Erwachsener, den Hamburger Kreis und die Elbraben als Band, aus denen 1998 der Wandervogel e.V. wieder gegründet wurde. Da war ich schon als Lehrer pensioniert und besaß den Rabenhof in Lüttenmark, den ich mit den Jahren ausbaute mit Tanzsaal, Bundesjurte, großem Zeltplatz, Gruppenräumen als Treffpunkt und Zentrum für den Wandervogelbund, der seit vielen Jahren die Zeitschrift „wandervogel“ alle zwei Monate herausgibt. Sie erschien bis 2020 als Printmedium und seither digital.                     

Diese lange Verbundenheit mit dem Wandervogel hat dazu geführt, dass Nadja und Karsten, meine beiden Kinder, dem Wandervogel nahestehen. Und sie hat bewirkt, dass einige bewährte Bräuche und Rituale wie Singen vor dem Frühstück, Musizieren, Waldweihnacht, Tschaizemermonie, Festtafel und Wandervogelfestspiele (WV-Olympiade) und Weltfahrten sowie die Liebe zu Natur und Kultur (Naturkultur) bei monija, mir und in der Familie eine Rolle spielen. Vor allem aber nach der Meißnerformel: Das eigene Leben in eigener Verantwortung und innerer Wahrhaftigkeit selbst und in Gemeinschaft zu gestalten.

Im Endeffekt hat das dazu geführt, dass in unserer Familie das Streben nach Lernen und Persönlichkeitsbildung, nach Vorwärtskommen, und nach Weltweitheit eine Rolle spielt. Mich hat es nach Unklarheit und Hemmungen in der Jugend zu Selbstbvewusstsein und Wohlstand geführt, so dass ich nach Generationen in Armut als erster studieren konnte und ein Haus, den Rabenhof, habe. Den habe ich für den Wandervogel ausgebaut und möchte ihn gern dem Bund schenken. Hoffentlich gelingt es, dass der Wandervogelbund Mitwirkende findet, die so einen Hof führen und übernehmen können.    hedo